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Ecarin-Clotting-Time

(Weitergeleitet von ECT)

1 Definition

Die Ecarin-Clotting-Time, kurz ECT, ist ein hämostaseologischer Spezialtest (Clotting-Test), bei dem das Gift der Schlange Echis carinatus als Reagenz verwendet wird, um die Gerinnung in Gang zu setzen. Auf dieser Basis können verschiedene Testsysteme aufgebaut werden, die übliche Anwendung ist die Messung der Aktivität von Thrombinhemmern.

2 Hintergrund

Das Enzym Ecarin spaltet Prothrombin, anders als in der physiologischen Gerinnungskaskade, zu Meizothrombin. Meizothrombin aktiviert Fibrinogen, hat aber eine schwächere katalytische Aktivität als Thrombin. Dieser Prozess wird durch Thrombininhibitoren gehemmt. Die daraus resultierende Verlängerung der Gerinnungszeit gegenüber Normalplasma wird gemessen und über eine Eichkurve die Konzentration des gesuchten Inhibitors bestimmt. Dazu muss natürlich bekannt sein, welches Antikoagulans der Patient bekommt.

Die Ecarin-Clotting-Time wurde ursprünglich entwickelt, um die Therapie mit Hirudin bzw. Argatroban zu überwachen. Heparin beeinflusst die Ecarin-Clotting-Time nicht.

Das Schlangenenzym benötigt für die Aktivierung im Gegensatz zu den humanen Enzymen kein Kalzium.

Eine Weiterentwicklung der Ecarin Clotting Time ist der Ecarin Chromgenic Assay (ECA), bei dem statt der Zeit bis zur Gerinnselbildung die Farbentwicklung eines chromogenen Substrates gemessen wird.

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