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Dirofilariose

Englisch: dirofilariosis

1 Definition

Dirofilariosen sind durch den Fadenwürmer hervorgerufene Parasitosen, die vornehmlich Hunde befallen. In seltenen Fällen können sie auch Menschen betreffen.

2 Erreger

Zu den Erregern der Dirofilariose zählen u.a. Dirofilaria immitis oder Dirofilaria repens, Fadenwürmer aus der Überfamilie der Filarien. Diese Parasiten sind obligat zweiwirtig und werden durch Steckmücken übertragen. Dirofilaria immitis löst die so genannte Herzwurmerkrankung des Hundes aus, Dirofilaria repens eine subkutane Dirofilariose.

Der Erreger stammt aus dem Mittelmeerraum, kommt aber zunehmend auch in Deutschland vor.

3 Humaninfektion

Der Mensch ist ein akzidenteller Wirt der Fadenwürmer.

Dirofilaria repens löst beim Menschen eine subkutane Dirofilariose aus. Es kommt zu Knotenbildungen, die vor allem in der oberen Körperhälfte (Kopf, Thorax) lokalisiert sind. Der Befall innerer Organe ist selten. Klinisch kommt es aufgrund der Seltenheit des Krankheitsbildes häufig zu Fehldiagnosen. Die Knoten werden z.B. mit Bindegewebstumoren oder Ganglia verwechselt. Hinweisend ist der Zusammenhang mit einem Mückenstich. Der Labornachweis erfolgt mittels ELISA.

Dirofilaria immitis kann beim Menschen zu einer pulmonalen Dirofilariose führen. Zu den Symptomen zählen Fieber, Husten und blutig-tingierter Auswurf. Der Wurmbefall kann Lungeninfarkte auslösen.

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Fachgebiete: Parasitologie

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