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Ejektionsfraktion

(Weitergeleitet von Auswurffraktion)

Synonyme: Auswurffraktion, EF
Englisch: ejection fraction

1 Definition

Als Ejektionsfraktion bezeichnet man den Prozentsatz des Blutvolumens, der von einer Herzkammer (Ventrikel) während einer Herzaktion ausgeworfen wird in Bezug auf das Gesamtvolumen der entsprechenden Herzkammer.

2 Einteilung

  • rechtsventrikuläre Ejektionsfraktion: Ejektionsfraktion der rechten Herzkammer (RVEF)
  • linksventrikuläre Ejektionsfraktion: Ejektionsfraktion der linken Herzkammer (LVEF)

3 Berechnung

Der linke Ventrikel hat seine maximale Füllung am Ende der Diastole. Dieses Volumen bezeichnet man auch als enddiastolisches Volumen (EDV), genauer gesagt als linksventrikuläres enddiastolisches Volumen (LVEDV). Das während einer Herzaktion ausgeworfene Blutvolumen ist das Schlagvolumen (SV). Es berechnet sich aus der Differenz zwischen dem enddiastolischen Volumen und dem endsystolischen Volumen (ESV) bzw. dem linksventrikulären endsystolischen Volumen (LVESV)

Die Ejektionsfraktion (EF) berechnet sich durch:

  • EF = SV/EDV x 100 bzw.
  • EF = (EDV - ESV)/EDV x 100

Die EF wird in % angegeben.

4 Messung

Die Ejektionsfraktion kann klinisch mit unterschiedlichen Methoden gemessen werden, wobei die Genauigkeit der Verfahren variiert. Am weitesten verbreitet ist die näherungsweise, computerunterstütze Bestimmung bei der Echokardiografie des Herzens.

5 Referenzbereich

Normalerweise liegt die Ejektionsfraktion zwischen 60 und 70%. Bei einer Herzaktion wird der Ventrikel also nicht vollständig entleert, sondern 30-40% des Blutvolumens verbleiben in der Herzkammer.

Eine Ejektionsfraktion >55% gilt als normal. Von einer hochgradigen Einschränkung der EF spricht man ab einer Auswurfleistung von <35%.

6 Klinik

Die Ejektionsfraktion kann durch verschiedene Erkrankungen des Herzens sinken. Dazu zählen beispielsweise:

Fixed
#3 am 04.10.2018 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
EF = SV/EDV, also EF = (EDV - ESV)/EDV x 100 Ich würde das wie folgt ändern, da es vielleicht missverstanden werden könnte; EF = SV/EDV x 100 --> Oder EF = (EDV - ESV)/EDV x 100
#2 am 01.10.2018 von Leila Balvanovic (Studentin der Zahnmedizin)
Zusätzlich haben auch beide Vorhöfe eine Ejektionsfraktion. In allen vier Fällen ist bei jedem Herzschlag das Produkt aus enddiastolischem Höhenvolumen und zugehöriger Ejektionsfraktion identisch. Die EF ist kein Maß für die Schwere einer Herzinsuffizienz. Außerdem muss man immer zwischen der Nettoejektionsfraktion und der Bruttoejektionsfraktion unterscheiden. Die Differenz ist das Pendelvolumen oder Regurgitationsvolumen bei Vitien und Shunts.
#1 am 18.03.2017 von Dr. Hartwig Raeder (Arzt)

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