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Antistreptolysintiter

Synonym: ASL-Titer

1 Definition

Der Antistreptolysintiter ist ein Laborparameter, der zum Nachweis eines Infekts mit Streptokokken (besonders β-hämolysierenden Streptokokken) eingesetzt wird. Er weist einen bestimmten Streptokokken-Antikörper (Antistreptolysin O) im Blut nach.

2 Untersuchung

Der Antistreptolysintiter im Serum kann mittels Latex-Agglutinationstest oder Nephelometrie bestimmt werden.

3 Referenzbereich

Normwert: ≤ 200 IE/ml

4 Aussagekraft

Der Antistreptolysintiter hat ein relativ geringe Sensitivität und Spezifität. Daher werden in der Regel zusätzliche Laborparameter (z.B. Anti-DNase B und Anti-Hyaluronidase) bestimmt, um die Diagnose zu sichern.

5 Klinik

Antistreptolysin-O-Antikörper binden das entsprechende Antigen (Streptolysin O von Streptokokken der Gruppe A) und bilden so Immunkomplexe. Diese Komplexe können sich beim Durchströmen der Nieren an der subendothelialen Seite der glomerulären Kapillaren ablagern. Hier führen sie zur Aktivierung der Komplementkaskade und setzen eine entzündliche Reaktion mit Endothelproliferation in Gang, die man als Immunkomplexnephritis oder auch akute postinfektiöse Glomerulonephritis bezeichnet. Sie tritt meist 1-3 Wochen nach der Streptokokkeninfektion auf.

6 Literatur

  • Laborlexikon.de; abgerufen am 12.05.2021

Fachgebiete: Labormedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 12. Mai 2021 um 10:23 Uhr bearbeitet.

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