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Antithyreoglobulin

(Weitergeleitet von Anti-TG)

Synonyme: Thyreoglobulin-Antikörper, TAK, Tg-AK

1 Definition

Antithyreoglobulin, kurz Anti-Tg, gehört zu den Schilddrüsenautoantikörpern und wird häufig bei Autoimmunthyreoiditis (Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis) gefunden. Für die Diagnostik dieser Erkrankungen spielt Anti-Tg nur eine untergeordnete Rolle. Normalerweise ist die Bestimmung von Thyreoperoxidase-Antikörpern (Anti-TPO) und TSH-Rezeptor-Autoantikörpern (TRAK) ausreichend.

2 Hintergrund

Bei chronischer Thyreoiditis lässt sich in 40-70% der Fälle Antithyreoglobulin feststellen. Anti-Tg kommt auch bei Vitamin-B12-Mangelanämie und anderen Autoimmunerkrankungen vor. Der Antikörper wird gelegentlich auch gefunden, ohne dass ein klinisches Korrelat besteht, vor allem bei älteren Frauen.

Thyreoglobulin-Antikörper können als Störfaktoren bei der labordiagnostischen Bestimmung von Thyreoglobulin eine Rolle spielen. Thyreoglobulin wird als Tumormarker für das Schilddrüsenkarzinom verwendet. In diesem Fall sollten Anti-Tg vorab ausgeschlossen werden, um fehlerhafte Thyreoglobulin-Werte zu vermeiden.

3 Labordiagnostik

Die Analytik des Anthyreoglobulins erfolgt z.B. mittels ELISA. Neben dem beschriebenen Einsatz zur Detektion fehlerhafter Thyreoglobulin-Werte ist ein labordiagnostischer Nachweis u.a. bei Verdacht auf eine Hashimoto-Thyreoiditis indiziert.

4 Material

Für die Untersuchung wird 1 ml Blutserum benötigt.

5 Referenzbereich

Klientel Normwert
Frauen < 100 IU/ml
Männer < 60 IU/ml

Die Referenzbereiche variieren labor- und methodenabhängig und sollten dem jeweiligen Befundausdruck entnommen werden.

6 Interpretation

Anteil der Patienten mit einem positiven Antithyreoglobulinnachweis bezogen auf die jeweilige Erkrankung:

Erkrankung Anti-Tg positiv (%)
Hashimoto-Thyreoiditis 30 bis 40
Schilddrüsenkarzinom 28 bis 65
primäres Myxödem 20 bis 30
Morbus Basedow 10 bis 20
postpartale Thyreoiditis 20 bis 40
zytokininduzierte Thyreoiditis 10 bis 20
subakute Thyreoiditis de Quervain 0 bis 20
Schilddrüsenautonomie ca. 5
Normalbevölkerung ca. 5

7 Quellen

  • Laborlexikon.de, abgerufen am 25.05.2021

Diese Seite wurde zuletzt am 25. Mai 2021 um 17:39 Uhr bearbeitet.

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