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Amidophosphoribosyltransferase

Synonyme: Glutamin-Phosphoribosylpyrophosphat-Amidotransferase, Glutamin-PRPP-Amidotransferase, GPAT
Englisch: amidophosphoribosyltransferase, glutamine phosphoribosylpyrophosphate amidotransferase

1 Definition

Die Amidophosphoribosyltransferase, kurz ATase oder GPAT, ist ein Enzym, das als Regler der Purinbiosynthese fungiert. Es katalysiert die Bildung von 5-Phosphoribosyl-1-amin (PRA) aus 5-Phosphoribosyl-1-pyrophosphat (PRPP) und Glutamin unter Abspaltung von Pyrophosphat und Glutamat.

2 Genetik

Die Amidophosphoribosyltransferase wird vom Gen PPAT auf Chromosom 4 am Genlokus 4q12 kodiert.

3 Biochemie

Die ATase ist im Zytosol lokalisiert. Sie kommt in nahezu allen Gewebetypen vor und nutzt als Kofaktoren Magnesium sowie einen Eisen-Schwefel-Cluster. Das Enzym besteht aus 2 Domänen: Eine Glutaminase-Domäne, die durch Hydrolyse Ammoniak aus Glutamin produziert und eine Phosphoribosyltransferase-Domäne, die Ammoniak an 5-Ribose-Phosphat bindet.

Während der enzymatischen Reaktion werden die beiden Domänen durch Konformationsänderungen so koordiniert, dass nur Ammoniak und kein anderes Nukleophil an PRPP angelagert werden kann. Dafür wird vom Protein ein etwa 20 Å langer Ammoniakkanal gebildet, der keine Bindungsstellen für Wasserstoff besitzt.

Die Enzymaktivität wird durch Feedback-Hemmung gesteuert. Die Amidophosphoribosyltransferase wird dabei durch ihre Endprodukte AMP, GMP, ADP und GDP gehemmt.

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Fachgebiete: Biochemie

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