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Liebe Autoren, Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 12. bis 27. Juni 2021 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 28. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben. Unser Tipp: Genießt die Sonne! Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr frisch erholt wiederkommt! Bis bald Euer Flexikon-Team

Affektlabilität

Synonym: Rührseligkeit
Englisch: affective lability, shallowness

1 Definition

Als Affektlabilität wird der schnelle, meist durch geringfügige Reize auslösbare Wechsel der Grundstimmung bezeichnet. Im Gegensatz zur Affektinkontinenz ist die Stimmungsschwankung dem Betroffenen zwar bewusst, wird von diesem aber nicht als peinlich oder krankhaft erlebt.

2 Charakteristika

Der affektlabile Mensch reagiert auf im Gespräch angebotene oder provozierte Affekte übermäßig und geht ungebremst auf diese ein. Typisch ist das rasche Umschlagen von Affekten (z.B. himmelhoch jauchzend- zu Tode betrübt), die kurze Affektdauer und die mehrfachen Affektschwankungen. Die Differenzierung der von außen ankommenden Gefühle gelingt dem Patienten nicht mehr, er wird zum Spielball seiner eigenen Emotionen.

3 Vorkommen

4 Therapie

Das Symptom der Affektlabilität kann je nach Grunderkrankung zusätzlich mit Antidepressiva (z.B. SSRI, SNRI) behandelt werden. Es gibt auch Therapieversuche mit Stimmungsstabilisatoren (Lithium, Carbamazepin, Valproat).

Fachgebiete: Psychiatrie

Diese Seite wurde zuletzt am 3. Januar 2016 um 23:38 Uhr bearbeitet.

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