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Promyelozytenleukämie

1 Definition

Die Promyelozytenleukämie ist eine Unterform der akuten myeloischen Leukämie (AML) und zeichnet sich durch einige histologische Besonderheiten aus.

2 Pathogenese

Typisch für die akute Promyelozytenleukämie ist eine chromosomale Translokation, die das Gen für den Retinsäure-Rezeptor-alpha (RARα) auf Chromosom 17 betrifft. In 95% der Fälle besteht eine reziproke Translokation zwischen den Chromosomen 15 und 17, die zu einer Fusion von RARα mit dem Gen für den Transkriptionsfaktor PML führt. Sie wird mit "t(15;17)(q24;q21)" abgekürzt.

Die Fusion von RAR und PML erzeugt ein hybrides Protein mit veränderten Eigenschaften: Es bindet mit hoher Affinität an bestimmte DNA-Abschnitte, was zu einer blockierten Transkription und in der Folge zu einer gestörten Differenzierung der Granulozyten führt.

Die Translokation von RARα ist jedoch kein alleiniger Auslöser einer PML. Für die Entwicklung einer klinisch manifesten Leukämie sind weitere Mutationen notwendig.

3 Histologie

Im Blutbild finden sich Primärgranula und Promyelozyten mit Auer-Stäbchen. Krankheitstypisch ist auch das Vorliegen einer stark positiven Peroxidase, die durch spezielle immunhistochemische Färbeverfahren nachgewiesen werden kann.

4 Diagnose

  • Analyse des Blutbildes anhand der histologischen Gegebenheiten
  • Genanalyse zum Nachweis der Translokation

5 Therapie

6 Prognose

Die Promyelozytenleukämie besitzt eine recht gute Heilungsprognose.

Fachgebiete: Hämatologie

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