Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Gamma-Aminobuttersäure

Synonyme: GABA, γ-Aminobuttersäure, 4-Aminobuttersäure

1 Definition

Gamma-Aminobuttersäure (GABA) ist ein wichtiger Neurotransmitter im zentralen Nervensystem (ZNS), der eine inhibitorische Wirkung an spezifischen GABA-Rezeptoren entfaltet.

2 Hintergrund

γ-Aminobuttersäure ist das biogene Amin der Glutaminsäure. Sie wird mit Hilfe des Enzyms Glutamatdecarboxylase aus Glutamat synthetisiert. Die Aminogruppe befindet sich am dritten Kohlenstoffatom (γ-Position) nach dem Carboxyl-Kohlenstoffatom (daher der Name γ-). Nach ihrer Freisetzung kann GABA wieder in das präsynaptische Neuron aufgenommen und dort erneut in Vesikeln gespeichert werden. Alternativ kann auch eine Metabolisierung durch die GABA-Transaminase oder eine Verwendung im Glutaminzyklus der Gliazellen erfolgen.

3 Chemie

Gamma-Aminobuttersäure hat die Summenformel C4H9NO2 und eine molare Masse von 103,12 g/mol. Es handelt sich strukturell um eine nicht-proteinogene Aminosäure.

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4 Wirkung

GABA wirkt durch Bindung an folgende Rezeptoren:

  • GABAA-Rezeptor: ionotroper (ligandengesteuerter) Cl--Kanal, inhibitorische Wirkung
  • GABAB-Rezeptor: metabotroper (G-Protein-gekoppelter) Rezeptor, der K+-Strom erhöht und Ca2+-Strom verringert, bewirkt eine Hyperpolarisation, Rezeptoren finden sich v.a. präsynaptisch, hier erfolgt eine Hemmung der Transmitter-Freisetzung
  • GABAC-Rezeptor: ionotroper (ligandengesteuerter) Rezeptor, Wirkung analog zu GABAA

Außerdem zählt GABA zu den sog. Orexigenen.

5 Pharmakologie

Verschiedene Antiepileptika, zum Beispiel Gabapentin, entfalten ihre Wirkung, indem sie den GABA-Spiegel im Zentralnervensystem erhöhen. Gamma-Aminobuttersäure selbst hat eine kurze Halbwertszeit und durchdringt nicht oder nur in geringer Menge die Blut-Hirn-Schranke.

GABA ist als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich, ihr werden beruhigende und schlaffördernde Eigenschaften zugeschrieben. Als möglicher Wirkungsmechanismus wird ein Einfluss auf das parasympathische bzw. enterale Nervensystem im Darm diskutiert[1].

Eine weiter gehende Theorie bringt GABA auch bei den positiven Effekten probiotischer Bakterien in der Darmflora ins Spiel. So können Bakterien der Gattung Lactobacillus und Bifidobacterium die Konzentration von Gamma-Aminobuttersäure im Darm erhöhen.

6 Quellen

  1. Boonstra E et al: Neurotransmitters as food supplements: the effects of GABA on brain and behavior. Front Psychol 2015; 6:1520 (frei zugänglich, abgerufen 31.01.2018)

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