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Blut-Hirn-Schranke

Englisch: blood-brain barrier

1 Definition

Die Blut-Hirn-Schranke ist eine selektiv durchlässige Schranke zwischen Hirnsubstanz und Blutstrom, die den Stoffaustausch im ZNS kontrolliert. Stoffe, die nicht in das ZNS gelangen sollen, werden am Durchtritt durch die Kapillarwand gehindert.

2 Histologie

Diese Barriere besteht aus drei Schichten (von innen nach außen):

Fettlösliche Substanzen wie Nikotin, Alkohol und Blutgase, aber auch Narkotika wie Halothan können die Blut-Hirn-Schranke per Diffusion passieren und gelangen somit in das Gehirn. Ionen und polare Substanzen sind auf spezifische Transportsysteme angewiesen.

Durch die Blut-Hirn-Schranke kann die chemische Zusammensetzung der Interzellularflüssigkeiten des Gehirns weitgehend konstant gehalten werden. Beim Fetus und bei Neugeborenen ist die Blut-Hirn-Schranke vulnerabler als beim Erwachsenen, was bei der Arzneimittelgabe und bei Intoxikationen beachtet werden muss.[1]

siehe auch: Blut-Liquor-Schranke

3 Quellen

  1. Norman R. Saunders,1,* Shane A. Liddelow,1 and Katarzyna M. Dziegielewska: Barrier Mechanisms in the Developing Brain; Front Pharmacol. 2012; 3: 46. Published online 2012 Mar 29. doi: 10.3389/fphar.2012.00046 PMCID: PMC3314990

Tags:

Fachgebiete: Zentralnervensystem

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