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Alpha-1-Globulin

1 Definition

Alpha-1-Globuline sind ein Proteingemisch, das neben Albumin, Alpha-2-Globulinen, Beta-Globulinen und Gamma-Globulinen im Blutplasma vorkommt. Die Bezeichnung stammt aus der Serumelektrophorese, in der diese Proteine in der Alpha-1-Fraktion liegen.

Die Bestimmung der Alpha-1-Globulin-Konzentration ist eine wichtige Hilfe zur Diagnose verschiedener Erkrankungen.

2 Interpretation

2.1 Erhöhtes Alpha-1-Globulin

Zu den Alpha-1-Globulinen gehören die so genannten Akutphasenproteine, also Proteine, die in der akuten Phase einer Entzündung erhöht sind. Zu einer Erhöhung der alpha-1-Globuline kann es daher bei akuten Entzündungen verschiedener Ursache kommen, z.B. bei

Bei längerdauernden (chronischen) Entzündungen ist eine Erhöhung seltener bzw. geringer ausgeprägt.

2.2 Erniedrigtes Alpha-1-Globulin

Wichtig ist, bei einer Verminderung der Alpha-1-Globuline an einen möglichen erblichen Alpha-1-Antitrypsinmangel zu denken. Bei dieser nicht so seltenen Erbkrankheit kommt es zu Schädigung der Leber (Leberzirrhose) und der Lunge (Lungenüberblähung).

Verminderungen kommen ferner bei Leberentzündungen, anderen akuten Leberschäden und bei Eiweißverlust (z.B. über die Nieren) vor.

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