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Serumelektrophorese

Synonym: Serumproteinelektrophorese, Serumeiweißelektrophorese, "Elpho" (umgangspr.)
Englisch: serumelectrophoresis, serum protein electrophoresis, SPEP

1 Definition

Die Serumelektrophorese ist ein labordiagnostisches Verfahren zur elektrophoretischen Auftrennung und Messung der Serumproteine. Der korrekte Name ist Serumeiweißelektrophorese. Die Eiweißelektrophorese kann auch aus Plasma durchgeführt werden; der Name "Plasmaeiweißelektrophorese" ist aber nicht üblich.

2 Befund

Die Befunddarstellung des automatisierten Analyseverfahrens erfolgt durch Auftragung der Konzentration gegen die Wanderungsstrecke innerhalb eines Koordinatensystems. Die computerermittelte Befundkurve zeigt fünf Peaks, deren Flächeninhalt (area under the curve) dem relativen Anteil verschiedener Proteinfraktionen entspricht.

Die Abgrenzung der einzelnen Fraktionen erfolgt normalerweise automatisch anhand der "Täler" (Wendepunkte) der Kurvendarstellung. Diese Abgrenzung kann bei pathologischen Ergebnissen fehlerhaft sein. Daher ist es sinnvoll, nicht nur die numerische Auswertung, sondern auch die grafische Darstellung zu beurteilen.

Durch die gleichzeitige, quantitative Bestimmung des Gesamteiweißes im Serum können die relativen Anteile der einzelnen Fraktionen auch in Konzentrationswerte umgerechnet werden.

Fraktion Proteine Normwert Erwachsener (%)
Albumine 58-70
α1-Globuline α1-Antitrypsin, α1-Lipoprotein 2-5
α2-Globuline Coeruloplasmin, Haptoglobin, Alpha-2-Makroglobulin 5-10
ß-Globuline Transferrin, ß-Lipoprotein, Plasminogen 8-14
y-Globuline Antikörper (z.B. IgG) 10-20

3 Beurteilung

Veränderungen der relativen Proteinfraktionen können zur Diagnostik verschiedener Erkrankungen herangezogen werden:

4 Methodik

Die Eiweißelektrophorese kann technisch entweder als Gelelektrophorese oder als Kapillarzonenelektrophorese (capillary zone electrophoresis, CZE) durchgeführt werden.

Wenn die Serumelektrophorese nicht aus Serum, sondern aus Plasma durchgeführt wird, tritt ein zusätzlicher Fibrinogenpeak auf.

Gelegentlich ist vor dem Albuminpeak noch ein kleiner Peak sichtbar, der deshalb auch Präalbumin heißt. Hierbei handelt es sich um Transthyretin.

siehe auch: Protein

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