Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Alkoholentzugssyndrom

(Weitergeleitet von Alkoholentzugsdelir)

Synonym: Delirium tremens, Alkoholentzugsdelir
Englisch: alcohol withdrawal syndrome

1 Definition

Als Alkoholentzugssyndrom bezeichnet man eine typische Symptomkonstellation, die bei Vorliegen einer Alkoholsucht nach Unterbrechung der regelmässigen Alkoholzufuhr entsteht.

2 ICD10-Codes

  • F10.-: Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol
  • F10.3: Entzugssyndrom
  • F10.4: Entzugssyndrom mit Delir

3 Formen

3.1 Alkoholentzugssyndrom ohne Delir

Das Alkoholentzugssyndrom ohne Delir beginnt etwa 10 Stunden nach Unterbrechung der Alkoholzufuhr und erreicht ca. 24 und 48 Stunden nach dem letzten Alkoholkonsum seinen Höhepunkt.

Die typischen Symptome des Alkoholentzugssyndrom ohne Delir sind:

3.2 Alkoholentzugssyndrom mit Delir

Das Alkoholentzugssyndrom mit Delir wird auch als Delirium tremens oder "Alkoholdelir" bezeichnet. Es tritt 48 bis 72 Stunden nach dem letzten Alkoholkonsum - oft in Verbindung mit einem so genannten Entzugsanfall - bei 5-15 % der Alkoholiker auf. Die Symptomatik erreicht nach ca. 4 Tagen ihr Maximum und kann in ernsten Fällen bis zu 2 Wochen andauern. Es ist die schwerste Form des Alkoholentzugssyndroms und bedeutet eine vitale Gefährdung des Patienten. Die Letalität beträgt unbehandelt 20%, behandelt 2% der Patienten.

  • Hinweis: Diese Form des Alkoholentzugssyndroms kann sowohl während einer Abstinenz- als auch einer ausgeprägten Trinkphase als Kontinuitätsdelir oder nach nur verhältnismässig geringem Alkoholkonsum auftreten.

Zusätzlich zu den oben genannten Symptomen treten auf:

4 Therapie

Die wichtigste Sofortmaßnahme ist die Überwachung der Vitalparameter. Zudem sollten engmaschige Laborkontrollen stattfinden:

Die Therapie konzentriert auf die Beherrschung der Entzugssymptomatik durch medikamentöse Maßnahmen:

5 Weitere Informationen

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