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von lateinisch: verruca - Warze, vulgaris - gewöhnlich
Synonyme: Warze, gemeine Warze, vulgäre Warze, Hautwarze
Englisch: common wart


Die Verruca vulgaris, vulgo Warze, ist ein gutartiger Hauttumor, der durch eine Virusinfektion der Haut verursacht wird.
Wie die Feigwarzen wird die Verruca vulgaris durch eine Infektion der Epithelzellen mit dem Human Papilloma Virus (HPV) ausgelöst. Zu den häufigsten Erregern zählen HPV-2, HPV-27 und HPV-57. Die Infektion führt zu einer Proliferation der Epithelzellen, welche die makroskopisch sichtbaren Hautveränderungen erzeugt.
Histologisch sieht man eine Hyperplasie des Epithels mit Akanthose und Papillomatose. Gleichzeitig besteht eine verstärkte Verhornung (Hyperkeratose) mit aufgetriebenen (ballonierten) Epithelzellen, die grosse Vakuolen aufweisen. Der genaue Befund ist variabel: Verschiedene HPV-Typen können ein von einander abweichendes histologisches Bild erzeugen.
Vulgäre Warzen sind die häufigste Warzenform. Die Durchseuchung mit HPV in der Bevölkerung von Industrieländern wird mit 75-80% angegeben.
Die Viren werden durch eine Kontaktinfektion übertragen. Sie erfolgt entweder direkt von Mensch zu Mensch oder indirekt ("Schmierinfektion") durch kontaminierte Gegenstände (Handtücher, Gegenstände zur Körperpflege etc.). Die Infektion wird durch eine geschwächte Abwehrfunktion oder geringfügige Verletzungen der Haut erleichtert, z.B. bei Durchblutungsstörungen (Akrozyanose) oder bei Mazeration der Haut durch Finger- oder Nagelkauen.
Ein HPV-Infektion kann sich in Abhängigkeit von der Immunreaktion klinisch sehr unterschiedlich manifestieren. Die Bandbreite reicht von der asymptomatischen Infektion bis zu einem ausgedehnten, beetartigen Warzenbefall (Verrucosis generalisata).
Form und Aussehen der Warzen ist stark von ihrer Lokalisation abhängig. Den Regelfall bilden einzelstehende, über das Hautniveau erhabene, rundliche Papeln von wenigen Millimetern Durchmesser, die zu zusammenhängenden Vegetationen konfluieren können. Typisch ist auch das klinsche Bild einer "Mutterwarze", die von mehreren keinen "Tochterwarzen" umgeben ist. Die Oberfläche weist in der Regel die für Warzen typische, salzkrustenartig geborstene Hornschicht auf.
Eine Kausaltherapie mit spezifisch gegen HPV wirksamen Virustatika ist zur Zeit (2007) nicht verfügbar. Die möglichen Behandlungsverfahren lassen sich in 3 Gruppen einteilen. Die Therapie ist oft langwierig und unbefriedigend. Unabhängig vom gewählten Behandlungsansatz kommt es bei einem großen Teil der Patienten zu Spontanremissionen.
Die Gefahr einer Infektion mit Warzen kann durch geeignete Hautpflege vermindert werden. Als vorbeugende Maßnahme gegen eine Infektion mit Plantarwarzen hilft das Tragen von Fußbekleidung in öffentlichen Sanitärbereichen.


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