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Mund

Lateinisch: os, oris
Griechisch: stoma
Englisch: mouth

1 Definition

Der Mund ist die Körperhöhle und die sie umgebenden Weichteile im Kopf des Menschen, die den obersten Teil des Verdauungstrakts bildet. Er ist die Körperöffnung, durch die Nahrung aufgenommen wird.

2 Anatomie

Der Mund wird von folgenden Strukturen begrenzt:

Sie umgrenzen als Binnenraum die so genannte Mundhöhle (Cavum oris). Diese lässt sich weiter unterteilen in:

  • Mundvorhof (Vestibulum oris),
  • Haupthöhle (Cavum oris proprium) und
  • Schlundenge (Isthmus faucium)

Der Mundvorhof ist der anatomische Raum, der sich zwischen den Zähnen und Zahnfleisch einerseits und den Lippen bzw. der Wange andererseits befindet. Vorne bilden die beiden Lippen die Mundspalte (Rima oris), welche den Eingang in die Mundhöhle darstellt.

Die Mundhöhle enthält die zum Zerkleinern der Nahrung notwendigen Zahnreihen und wird zum größten Teil von der Zunge ausgefüllt. Der gesamte Mundinhalt wird von einer viskösen Flüssigkeit, dem Speichel umspült. Er wird von kleinen und großen Speicheldrüsen produziert, die ihr Sekret entweder direkt oder über Ausführungsgänge in die Mundhöhle entleeren.

3 Histologie

Der Mund wird im Bereich der Mundhöhle vollständig von der Mundschleimhaut ausgekleidet. Sie wird unterteilt in:

  • Auskleidende Mundschleimhaut
  • Mastikatorische Mundschleimhaut
  • Spezialisierte Mundschleimhaut

4 Physiologie

Die Öffnung der Lippen bzw. der Kiefer, die man als Mundöffnung bzw. Kieferöffnung bezeichnet, ermöglicht die Nahrungsaufnahme in den Verdauungstrakt. Die in der Mundhöhle befindlichen Zähne, sowie die Zunge sorgen für eine mechanische Zerkleinerung, Durchmischung und Formung der Nahrung. Der so entstehende Nahrungsbolus wird bei diesem Prozess mit Muzinen und Enzymen (Amylase) aus den Sekreten der Speicheldrüsen versetzt.

Darüber hinaus erfüllt der Mund Aufgaben bei der Stimmbildung, der Atmung und bei der Mimik.

5 Mikrobiologie

Der Mund ist keine sterile Körperregion, sondern von zahlreichen Mikroorganismen besiedelt. Sie bilden in ihrer Gesamtheit die so genannte Mundflora. Sie weist vorwiegend saprophytäre, aber auch potentiell pathogene Keime auf.

6 Klinik

Im Mund können zahlreiche Krankheiten lokalisiert sein, welche Weichteile, Knochen oder Zähne betreffen. Zu ihnen zählen unter anderem:

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Fachgebiete: Kopf und Hals

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