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Noradrenalin

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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info

von lateinisch: glandula adrenalis - Nebennierenmark
Synonyme: Norepinephrin, Arterenol, Levarterenol
Englisch: noradrenaline, norepinephrine

1. Definition [bearbeiten]

Noradrenalin ist ein zur Gruppe der Katecholamine gehöriger Neurotransmitter mit der Formel (OH)2C6H3–HCOH–CH2NH2.

2. Metabolismus [bearbeiten]

2.1. Synthese [bearbeiten]

Noradrenalin kann im menschlichen Organismus aus den Aminosäuren Phenylalanin beziehungsweise Tyrosin synthetisiert werden. Die für die Synthese benötigten Reaktionsschritte laufen außer im Nebennierenmark auch in den postsynaptischen (noradrenergen) Neuronen des Sympathikus und in verschiedenen Nervenzellen des Gehirns (beispielsweise im Locus coeruleus) ab.

Im ersten Schritt der Noradrenalin-Biosynthese wird das Tyrosin-Molekül am C3-Atom mit einer zweiten Hydroxylgruppe ausgestattet und liegt damit als 3,4-Dihydroxyphenylalanin (DOPA) vor. Danach decarboxyliert das Enyzm DOPA-Decarboxylase das entstandene Molekül zum biogenen Amin Dopamin. Durch die Hydroxylierung der Seitenkette mit Hilfe der Dopamin-Hydroxylase entsteht schließlich Noradrenalin; bei diesem Reaktionsschritt ist Ascorbinsäure als Cofaktor beteiligt.

2.2. Abbau [bearbeiten]

Noradrenalin kann nach Ausschüttung in den synaptischen Spalt teilweise wieder vom präsynaptischen Neuron aufgenommen werden. Besonders das aus der Nebenniere freigesetzte Hormon muss jedoch enzymatisch inaktiviert werden. Dieser Schritt wird von zwei Enzymen vermittelt:

3. Funktion [bearbeiten]

Noradrenalin entfaltet seine Wirkung im menschlichen Organismus an sogenannten Adrenozeptoren, besonders den α-Rezeptoren. Es ist der hauptsächliche Neurotransmitter des Sympathikus, wirkt nach Ausschüttung aus dem Nebennierenmark aber auch als Hormon. Noradrenalin kontrahiert die Widerstands- und Kapazitätsgefäße, dilatiert die Coronararterien und steigert Blutdruck und Herzfrequenz.

4. Pathophysiologie [bearbeiten]

Eine Überproduktion von Noradrenalin kann beim sogenannten Phäochromozytom vorkommen, dessen Leitsymptome Hypertonie, Schweißausbrüche, Kopfschmerzen und Tachykardie sind.

Darüber hinaus sind verschiedene Defekte der Enzyme des Noradrenalin-Stoffwechsels beschrieben.

5. Pharmakologie [bearbeiten]

Noradrenalin findet Verwendung in der Notfall- und Schocktherapie; es dient vor allem der akuten Hebung des Blutdruckes.

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