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Das Medizinlexikon zum Mitmachen.

Gallensäure

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Englisch: bile acid

Definition [bearbeiten]

Gallensäuren sind in der Leber produzierte Abkömmlinge des Cholesterins, die entscheidend bei der Resorption von mit der Nahrung aufgenommenen Fetten wirken.

Synthese und Sekretion [bearbeiten]

In der Leber wird Cholesterin zu Cholsäure umgebaut und anschließend mit Glycin oder Taurin konjugiert (primäre Gallensäuren). Nach Zwischenlagerung in der Gallenblase werden die Gallensäuren pulsatil über die Gallengänge und die Vater-Papille in das Duodenum abgegeben.

Durch bakterielle Prozesse im Darm wird das zuvor angelagerte Glycin bzw. Taurin wieder abgespalten, man spricht nun von sekundären Gallensäuren. Sowohl primäre als auch sekundäre Gallensäuren unterliegen dem sogenannten enterohepatischem Kreislauf und werden fast komplett im terminalen Ileum rückresorbiert.

Funktion [bearbeiten]

Da Gallensäuren stark amphiphil sind, wirken sie im Darmlumen emulgierend auf mit der Nahrung aufgenommene Fette. Dadurch wird die Zersetzung der Fette durch Lipasen ermöglicht.

Gallensäuren stellen auch die einzige Möglichkeit des Körpers dar, überschüssiges Cholesterin auszuscheiden. Ein pharmakologischer Ansatz bei Hypercholesterinämie besteht darin, durch Anionenaustauscherharze (z.B. Colestyramin) Gallensäuren zu binden, sie dem enterohepatischen Kreislauf zu entziehen und somit auszuscheiden.

Können Gallensäuren zum Beispiel auf Grund veränderter pH-Werte in den Gallengängen Cholesterin nicht mehr in Lösung halten, kann dieses ausfallen und Gallensteine bilden.

Siehe auch: Gallensäureverlust-Syndrom

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