Histologie
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von griechisch: histos - Webstuhl, Gewebe
Synonym: Mikroskopische Anatomie
Englisch: histology
1. Definition
Histologie ist die Wissenschaft von den biologischen Geweben, und damit ein Teilgebiet der Medizin und Biologie, genauer der Anatomie und der Pathologie.
2. Aufgaben
Die traditionelle Histologie untersucht mikroskopische Gewebsschnitte mittels besonderer Färbetechniken. Ein wesentliches Arbeitsmittel ist das Lichtmikroskop, heute durch das höher auflösende Elektronenmikroskop ergänzt.
Anhand histologischer Schnitte lassen sich oft sehr genaue Diagnosen stellen. In der Medizin gilt deshalb das Prinzip, dass jedes operativ entfernte Gewebe histologisch untersucht werden sollte. Ein histologischer Befund ist insbesondere dann gefordert, wenn es darum geht die potentielle Malignität einer Gewebeveränderung abzuklären.
Will man bei einem Organ eine histologische Untersuchung anstellen ohne das Organ wesentlich zu schädigen oder ganz zu entfernen, dann entnimmt man eine gezielte Biopsie.
Ein neuerer Zweig der Histologie, der vor allem durch die Entwicklung der Endomikroskopie getragen wird, ist die vergrößerte Betrachtung und Beurteilung lebender Gewebe, die In-vivo-Histologie.
3. Färbemethoden der Histologie
Die altbewährten chemischen Färbemethoden sind heute durch immunologische Methoden ergänzt worden.
- HE (Hämatoxilin-Eosin)
- Azan (Azokarmin-Anilinblau)
- Elastica (Resorcin-Fuchsin/Orcein)
- Giemsa (Azur-Eosin-Methylenblau)
- van Gieson-Färbung (Eisenhämatoxylin/Pikrinsäure/Säurefuchsin)
- Trichromfärbung nach Masson-Goldner (Eisenhämatoxylin/Lichtgrün)
- Eisenhämatoxylin nach Weigert
- Eisenhämatoxylin nach Heidenhain (EH)
Gefärbte Präparate können durch eine histologische Zeichnung dargestellt werden.
4. Gewebearten
5. Literatur
- Schiebler, "Histologie", Springer-Verlag,
- Leonhardt H., "Histologie, Zytologie und Mikroanatomie des Menschen", Thieme-Verlag,
- Kühnel W., "Taschenatlas der Zytologie, Histologie und mikroskopischen Anatomie", Thieme-Verlag,