Präexpositionsprophylaxe: Unterschied zwischen den Versionen
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Zur Präexpositionsprophylaxe einer HIV-Infektion wird meist die Kombination aus [[Emtricitabin]] und [[Tenofovir]] (Truvada<sup>®</sup>) eingesetzt. | Zur Präexpositionsprophylaxe einer HIV-Infektion wird meist die Kombination aus [[Emtricitabin]] und [[Tenofovir]] (Truvada<sup>®</sup>) eingesetzt. | ||
Gelegentlich wird auch die Abkürzung PEP verwendet, was aber ein Verwechslungsrisiko mit der [[Postexpositionsprophylaxe]] mit sich bringt. | |||
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Version vom 2. September 2016, 17:31 Uhr
Definition
Unter einer Präexpositionsprophylaxe, kurz PrEP versteht man Präventionsmaßnahmen, die vor einer Infektion ergriffen werden. Im klinischen Sprachgebrauch ist damit vor allem die Prophylaxe einer HIV-Infektion durch präventive Einnahme antiretroviraler Medikamente vor Eingehen eines risikobehafteten Sexualkontaktes gemeint.
siehe auch: Chemoprophylaxe, Infektionsprophylaxe
Hintergrund
Zur Präexpositionsprophylaxe einer HIV-Infektion wird meist die Kombination aus Emtricitabin und Tenofovir (Truvada®) eingesetzt.
Gelegentlich wird auch die Abkürzung PEP verwendet, was aber ein Verwechslungsrisiko mit der Postexpositionsprophylaxe mit sich bringt.
Eine andere Form der Präexpositionsprophylaxe, die mit diesem Begriff aber normalerweise nicht gemeint ist, ist die Einnahme eines Anti-Malaria-Mittels bei Reise in ein Malariagebiet.