Triggergabe
von englisch: to trigger - auslösen
Definition
Die Triggergabe bezeichnet in der Reproduktionsmedizin die medikamentöse Auslösung des Eisprungs bzw. der finalen Eizellreifung im Rahmen einer kontrollierten ovariellen Stimulation. Sie erfolgt in der Regel 34–36 Stunden vor der transvaginalen Follikelpunktion.
Hintergrund
Die Triggergabe erfolgt über eine sogenannte Auslösespritze. Am häufigsten wird humanes Choriongonadotropin (hCG) eingesetzt. Es imitiert den physiologischen LH-Peak und führt die Eizellen in ihr finales Reifestadium.
Der Zeitpunkt der Applikation ist entscheidend für den Erfolg der Eizellgewinnung im Rahmen von In-vitro-Fertilisation (IVF) oder intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI).
In einem GnRH-Antagonistenprotokoll kann alternativ ein GnRH-Agonist eingesetzt werden. Dieser reduziert das Risiko eines ovariellen Hyperstimulationssyndroms (OHSS).
In bestimmten Situationen kommt auch ein Dual-Trigger zum Einsatz, bei dem hCG und GnRH-Agonist kombiniert werden.