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Triazol-Antimykotika

1 Definition

Triazol-Antimykotika sind eine Gruppe von Antimykotika, die als gemeinsames Merkmal ihrer chemischen Struktur eine Triazol-Ringstruktur aufweisen.

2 Wirkungsmechanismus

Triazol-Antimykotika hemmen durch Bindung an das Häm-Eisen des Cytochrom P450 in Pilzzellen die Funktion des Enzyms 14-α-Demethylase. Dieses Enzym katalysiert bei der Herstellung von Ergosterin die entscheidende Umwandlung von Lanosterin in Ergosterin.

Ergosterin ist eine überlebenswichtige Komponente der Plasmamembran von Pilzen.

3 Substanzen

Gebräuchliche Substanzen aus der Gruppe der Triazol-Antimykotika sind:

4 Anwendung

Die Substanzen unterscheiden sich bezüglich ihrer klinischen Wirkung teilweise entscheidend. Grundsätzlich können alle Triazol-Antimykotika bei systemischen Mykosen wie Aspergillose, Candidose, Kryptokokkose und Histoplasmose eingesetzt werden.

Darüber hinaus können einer lokalen Therapie schwer zugängliche oder bei lokaler Therapie rezidivierende lokale Mykosen systemisch mit Triazol-Antimykotika therapiert werden.

Voriconazol hat als neue Substanz vor allem in der Therapie invasiver Aspergillosen und therapieresistenter Candidosen bei Immunsuppression Fortschritte ermöglicht.

Fachgebiete: Pharmakologie

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