Temporäre Wundhöhle
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LoslegenWir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
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Defintion
Hintergrund
Beim Eindringen eines Projektils in den Körper wird kinetische Energie an das umgebende Gewebe abgegeben. Diese Energieübertragung führt zu einer rasch expandierenden Kavität, deren Volumen das des eigentlichen Schusskanals (permanente Wundhöhle) um ein Vielfaches übersteigen kann. Je nach Geschossart, Geschwindigkeit und Gewebebeschaffenheit pulsiert die Höhle mehrfach, bevor sie sich zurückbildet. Dabei kann ein Sog entstehen, der Partikel in den Wundkanal zieht, die sich anschließend im Gewebe der temporären Wundhöhle einlagern.
Klinik
Trotz ihres vorübergehenden Charakters kann die temporäre Wundhöhle zu erheblichen Gewebeschäden in einiger Entfernung vom eigentlichen Schusskanal führen. Besonders gefährdet sind unelastische, parenchymatöse Organe wie Leber, Milz, Niere und Gehirn, in denen es zu Rissen, Quetschungen und Gefäßzerreißungen kommen kann. Elastisches Gewebe wie Muskulatur und Haut toleriert die Dehnung in der Regel besser. Bei der chirurgischen Versorgung von Schussverletzungen ist zu berücksichtigen, dass die Gewebeschädigung über den sichtbaren Schusskanal hinausreichen kann. Devitalisiertes Gewebe im Randbereich ist häufig erst im Verlauf erkennbar und erfordert gegebenenfalls eine erweiterte Wundrevision.
Einflussfaktoren
Ausmaß und Wirkung der temporären Wundhöhle hängen ab von der Geschossgeschwindigkeit (besonders relevant bei Hochgeschwindigkeitsgeschossen über 600 m/s), der Geschosskonstruktion (Deformations- oder Zerlegungsverhalten), dem Auftreffwinkel sowie den biomechanischen Eigenschaften des betroffenen Gewebes.