Permanente Wundhöhle
Trainier deine Lernmuskeln!
Mit Flash Cards, Quiz und mehr
LoslegenWir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
Wir werden ihn in Kürze checken und bearbeiten.
Definition
Die permanente Wundhöhle ist der bleibende Gewebedefekt entlang der Bahn eines Geschosses, der durch direkte Zerstörung und Verdrängung von Gewebe beim Durchschlag entsteht.
Hintergrund
Beim Eindringen eines Projektils wird das Gewebe entlang der Flugbahn zertrennt, gequetscht und teilweise mitgerissen. Es resultiert ein dauerhafter Schusskanal, dessen Form und Ausdehnung von Geschossart, Geschwindigkeit, Auftreffwinkel und Gewebeeigenschaften abhängen. Im Gegensatz zur temporären Wundhöhle bildet sich die permanente Wundhöhle nach Passage des Geschosses nicht zurück.
Klinik
Der Schusskanal weist häufig eine Eintritts- und – bei Durchschüssen – eine Austrittsöffnung auf. Entlang der Bahn finden sich zerstörte Gewebeanteile, Knochensplitter sowie eingeschleppte Fremdkörper wie Kleidungsfasern oder Geschossfragmente. Bei Deformations- oder Zerlegungsgeschossen kann der Kanal stark erweitert oder verzweigt sein. Die permanente Wundhöhle stellt die unmittelbare anatomische Schädigung dar und ist Ausgangspunkt für die chirurgische Versorgung. Beurteilt werden Verlauf des Kanals, betroffene Strukturen, Verunreinigung sowie das Ausmaß devitalisierten Gewebes. Bei Verletzungen großer Gefäße oder zentraler Organe ist sie unmittelbar lebensbedrohlich.
Einflussfaktoren
Größe und Form der permanenten Wundhöhle werden bestimmt durch Kaliber und Konstruktion des Geschosses, das Deformations- oder Tumbling-Verhalten im Gewebe sowie die durchschossenen Gewebearten. Knochenkontakte können zu sekundären Geschosswirkungen durch Knochensplitter führen.