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Syphilitische Mesoaortitis

Synonym: Mesaortitis luica

1 Definition

Bei der syphilitischen Mesoaortitis handelt es sich um eine schweren Schädigung der Aortenwand infolge einer Syphilis im Tertiärstadium.

2 Ätiologie

Ursächlich für die syphilitische Mesoaortitis ist eine Infektion mit dem Bakterium Treponema pallidum. Treponema pallidum wird per Schleimhautkontakt übertragen und führt zu einer über verschiedene Stadien verlaufenden Krankheit, der Syphilis. Diese ist mit Antibiotika gut therapierbar - unbehandelt breitet sich das Bakterium jedoch im gesamten Körper aus und befällt im Tertiärstadium auch die Blutgefäße.

3 Pathogenese

Durch die Infektion und die Immunreaktion des Körpers kommt es im Tertiärstadium zu einer ausgeprägten Vaskulitis. Sie führt zu einer ischämischen Nekrose der Tunica media, was durch den bindegewebigen, narbigen Ersatz zu einem starken Elastizitätsverlust des betroffenen Gefäßes führt.

4 Morphologie

Der bindegewebige Ersatz der Tunica media der Aorta wird im histologischen Präparat dargestellt. Makroskopisch präsentiert sich infolge des Elastizitätsverlusts eine Kräuselung der innersten Gefäßwand (Tunica intima) die so genannte "Baumrindenstruktur".

Es kommt zu perivaskulären Entzündungen an den Vasa vasorum der Aortenadventitia, die meist die Aorta thoracica betreffen. Histopathologisch sind Zerstörungen und narbige Veränderungen der Tunica media zu erkennen. Des weiteren sind plasmazelluläre Infiltrate und Intimafibrosen vorhanden.

5 Symptome

Durch die syphilitische Mesoaortitis kann es zu einer Aorten- und Koronarinsuffizienz kommen. Der Verlust des Wandaufbaus kann weiterhin ein Aortenaneurysma auslösen, das bei fortschreitendem Verlauf zu einer Ruptur mit schweren Aneurysmablutungen und damit zum Tod führt.

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