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Steroidmyopathie

Englisch: steroid myopathy

1 Definition

Die Steroidmyopathie ist ein durch Einnahme hoher Dosen von Glukokortikoiden bzw. bei Überproduktion von Cortisol (z.B. Cushing-Syndrom) Atrophie der Skelettmuskulatur.

2 Pathophysiologie

Die Muskelatrophie ist auf die katabole Wirkung von Glukokortikoiden zurückzuführen, in deren Rahmen es zur Verwertung der Proteinvorräte des Organismus kommt. Die Muskelschwäche ist üblicherweise an den proximalen Muskelpartien der Extremitäten (Kennmuskel Musculus quadriceps femoris) besonders ausgeprägt.

Eine Steroidmyopathie kann sowohl kurzfristig bei Einnahme hoher Dosen von Glukokortikoiden, seltener jedoch auch nach langfristiger niedrigdosierter Therapie einsetzen und ist dann möglicherweise durch Einschränkung der Lebensqualität therapielimitierend.

Nach Absetzen der Medikation oder adäquaten Therapie einer Überproduktion erholt sich die Muskulatur langsam, durch adäquates Training kann dieser Prozess wirksam unterstützt werden.

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