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Epheliden

(Weitergeleitet von Sommersprossen)

Synonym: Sommersprossen
Englisch: ephelides, freckles

1 Definition

Epheliden oder Sommersprossen sind eine fleckige Form der Hyperpigmentierung, die durch eine lokal begrenzte Überproduktion von Melanin in der Haut entsteht. Die Zahl der Melanozyten ist dabei nicht vermehrt - dadurch unterscheiden sich Epheliden z.B. von einer Lentigo simplex.

2 Epidemiologie

Epheliden kommen bei allen Hauttypen und Ethnien vor, treten aber am häufigsten bei hellen Hauttypen (Fitzpatrick I und II) auf. Bei Kindern sind Sommersprossen selten, meist erscheinen sie erst kurz vor der Pubertät.

3 Physiologie

Epheliden entstehen durch eine Exposition gegenüber UV-Licht. Das UV-Licht aktiviert die Melanozyten und führt dazu, dass die Sommersprossen als stärker pigmentierte Hautflecken hervortreten.

4 Prädilektionstellen

Epheliden finden sich vornehmlich auf sonnenexponierten Hautarealen, meist im Gesicht - hier vor allem auf Nasenrücken und Wangen - sowie auf den Armen oder Schultern.

5 Genetik

Die Entwicklung von Epheliden ist an bestimmte Mutanten des Gens für den Melanocortin-1-Rezeptor (MC1R) gebunden. Menschen mit vielen Somerspossen weisen meist mehrere Varianten des MC1R-Gens auf. Die häufigsten Punktmutationen sind Arg151Cys, Arg160Trp und Asp294His. Diese Varianten erzeugen phänotypisch auch eine rote Haarfarbe. Die meisten rothaarigen Menschen besitzen daher zwei Varianten MC1R-Gens, fast alle mindestens eine. Epheliden kommen jedoch auch bei nicht-rothaarigen Menschen vor, so hängt bei Japanern die Entwicklung von Epheliden mit der Val92Met-Mutation zusammen.

Die meisten Mutationen des MC1R-Gens haben sich entwicklungsgeschichtlich erst nach der Ansiedlung von Menschen in Europa entwickelt, da der evolutionäre Druck für eine starke Hautpigmentierung nachließ.

6 Prävention

Die Ausprägung von Epheliden kann durch die Vermeidung einer Exposition gegenüber dem Sonnenlicht und den Gebrauch von Sunblockern abgemildert werden. Die Anwendung von kosmetischen Bleichmitteln ist sinnlos, da sie die Melaninproduktion nicht beeinflussen.

Fachgebiete: Dermatologie

Diese Seite wurde zuletzt am 30. Juni 2020 um 20:21 Uhr bearbeitet.

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