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Sharpey-Faser

nach dem schottischen Anatomen William Sharpey (1802- 1880)
Synonym: Sharpey'sche Fasern
Englisch: Sharpey's fibers

1 Definition

Als Sharpey-Fasern bezeichnet man kollagene Fasern, die in die Hartsubstanz verschiedener anatomischer bzw. histologischer Strukturen einstrahlen. Sie kommen im Periost des Knochens und der Wurzelhaut (Desmodontium) des Zahns vor.

2 Histologie

2.1 Periost

Sharpey-Fasern des Periosts entspringen der bindegewebigen äußeren Schicht (Stratum fibrosum) der „Knochenhaut“. Sie durchziehen das Stratum osteogenicum und dringen in die Substantia compacta des Knochens ein.

Die Sharpey-Fasern des Periosts dienen der Fixierung des Periosts am Knochen. Durch zusätzliche bindegewebige Kontakte des Stratum fibrosum zu den darüberliegenden Sehnen und Bändern stellen sie eine Verbindung zwischen Knochen und Muskulatur her.

2.2 Parodontium

Sharpey-Fasern (Fibrae cemento-alveolares) des Zahnhalteapparates (Parodontium) sind Teil der Wurzelhaut (Desmodontium) des Zahns. Sie strahlen zu beiden Seiten in den Wurzelzement (Cementum dentis) und den Alveolarknochen ein und fixieren die Zahnwurzel (Radix dentis) im Zahnfach.

Durch Zugausübung auf den Alveolarknochen während des Kauvorgangs stimulieren sie die belastungsabhängige Osteoblastenaktivierung. Sie dienen somit der belastungsabhängigen Knochenregeneration. Geht der durch die Sharpey-Fasern ausgeübte Stimulus in Folge eines Zahnverlusts verloren, atrophieren die Alveolarfortsätze (Processus alveolares).

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