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Schürfwunde

Englisch: abrasion, graze

1 Definition

Schürfwunden sind oberflächliche Verletzungen (Wunden) der Haut, welche nur die obersten Hautschichten betreffen. Diese sind "abgeschürft", wodurch die kleinen Gefäße der Lederhaut offen liegen.

2 Klinik

Im Bereich der Schürfwunde zeigen sich kleine punktförmige Blutungen, die konfluieren können. Die Läsionen sind meist sehr schmerzhaft, da die Nervenenden der Lederhaut frei liegen. insgesamt sondert die Wunde reichlich seröses bis blutiges Wundsekret ab, was man als "Nässen" bezeichnet.

3 Therapie

Schürfwunden sind in der Regel harmlos und neigen nicht zur Infektion. Dennoch sollte die Behandlung schnell erfolgen - möglichst innerhalb von 6 Stunden. Um eine unkomplizierte Wundheilung zu ermöglichen, wird die Wunde zunächst gesäubert. Fremdkörper und Schmutz werden durch eine gründliche mechanische Wundreinigung mit Kompressen und steriler Kochsalzlösung oder Ringerlösung entfernt.

Danach wird der gereinigte Wundgrund zum Beispiel mit Betaisodona desinfiziert. Die weitere Versorgung ist von der Ausdehnung und Tiefe der Verletzung abhängig. Tiefere, stark nässende Schürfwunden werden mit einer sterilen Salbenkompresse abgedeckt, die man anschließend mit einem Verband fixiert. Bei leichteren Schürfwunden ist oft ein Sprühverband ausreichend. Die weitere Ausheilung erfolgt spontan.

In der Phase der Reepithelialisierung können hautpflegende Maßnahmen wie z.B. Dexpanthenol-Lotionen angewendet werden.

Auch bei Schürfwunden sollte der Impfstatus überprüft werden und ggf. eine Auffrischung der Tetanusimpfung erfolgen.

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