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Russell-Körper

(Weitergeleitet von Russell-Körperchen)

nach dem schottischen Internisten William Russell (1852-1940)[1]
Synonyme: Russell-Körperchen, Fuchsinkörperchen
Englisch: Russell bodies

1 Definition

Russell-Körper sind große eosinophile, PAS-positive, zytoplasmatische Einschlüsse in Plasmazellen.

2 Biochemie

Russell-Körper beinhalten abnorme, fehlgefaltete Immunglobuline, die von der Zelle weder sezerniert noch abgebaut werden können. Sie entsprechen erweiterten Zisternen des rauen endoplasmatisches Retikulums. Wahrscheinlich entstehen sie auf der Basis eines gestörten Proteintransports.[2][3]

3 Vorkommen

Russell-Körper sind nicht gewebespezifisch und finden sich v.a. bei chronischen Infektionskrankheiten (Syphilis, Tuberkulose), Entzündungen (z.B. Lupus erythematodes) sowie beim multiplem Myelom. Bei letzterem findet man so genannte Mott-Zellen, die multiple Aggregate von Russell-Körpern darstellen.

Russell-Körper, die nicht im Zytoplasma sondern im Karyoplasma vorkommen bzw. dem Zellkern aufliegen, werden Dutcher-Körperchen genannt.

4 Quellen

  1. Russell W An address on a characteristic organism of cancer. BMJ 1890;2:1358–1360., abgerufen am 12.06.2019
  2. Alanen A et al. Mott cells are plasma cells defevtive in immunglobulin. Eur J Immunol. 1985 Mar;15(3):235-42, abgerufen am 12.06.2019
  3. Alanen A et al. Mott cells: a model to study immunoglobulin secretion. Eur J Immunol. 1987 Nov;17(11):1573-7, abgerufen am 12.06.2019

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