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Rifabutin

Handelsnamen: Mycobutin®
Englisch: rifabutin

1 Definition

Rifabutin ist ein Antibiotikum aus der Klasse der antibiotischen Bakterizide. Es ist ein semi-synthetisches Rifamycin-Derivat zur Behandlung Gram-positiver sowie Gram-negativer bakterieller Infektionen sowie Mykobakterien.

2 Wirkung

Die Wirkung beruht vermutlich auf der Hemmung der DNA notwendigen RNA-Polymerase bei Bakterien.

3 Pharmakologie

Bei peroraler Gabe potenziert proteinhaltige Nahrung die Wirksamkeit. Anteile werden hepatisch metabolisiert und zu 85% an Protein gebunden. Der maximale Rifabutin Level im Plasmaspiegel ist nach ca. 6-8 Stunden erreicht. Die Ausscheidung erfolgt überwiegend renal sowie den Faeces. Die Halbwertzeit von Rifabutin liegt zwischen 28 bis 62 Stunden.

4 Anwendungsgebiete

Behandlung bakterieller Infektionen bei:

5 Kontraindikationen

Eine Behandlungsresistenz bei Patienten mit geringer CD4 Zahl ist beschrieben. Wechselwirkungen mit:

  • Antikoagulantien wie Warfarin (Coumadin®)
  • Blutdruck- und Herz-Medikation
  • Diabetes-Medikation
  • Digoxin (Lanoxin®)
  • Methadon
  • Zidovudine (Retrovir®)

Rifabutin hebt die Wirkung oraler Kontrazeptiva während der Behandlung auf.

6 Nebenwirkung

Mögliche Nebenwirkungen sind:

Es wurden intermittierender Ikterus sowie eine Erhöhung der Leberenzymwerte und des Serumkreatininspiegels beobachtet. Bei der Behandlung mit Rifabutin kann sich die Haut, Tränenflüssigkeit, Speichel, Schweiß, Urin und Stuhl orange-braun verfärben.

7 Therapiekontrolle

Während der Dauer der Behandlung sind Leberenzymwerte und Serumkreatininspiegel zu überwachen.

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