Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Rauschbrand

Englisch: Black leg

1 Definition

Unter Rauschbrand versteht man eine, durch Clostridium chauvoei hervorgerufene Gasödemerkrankung der Wiederkäuer.

2 Erreger

Clostridium chauvoei gehört zur Gattung der Clostridien. Es handelt sich um grampositive, obligat anaerobe, sporenbildende Stäbchen. Die Tenazität der Sporen in der Außenwelt ist sehr hoch. Diese können im Boden über Jahre ansteckungsfähig bleiben. Clostridium chauvoei ist wie alle Clostridien (außer Clostridium perfringens) beweglich. Der Erreger bildet verschiedene Toxine und Enzyme, die als Virulenzfaktoren wirken.

3 Epizootiologie

Die Krankheit verläuft in Tierbeständen meist seuchenhaft. Sie wird allerdings nicht direkt von Tier zu Tier übertragen. Der Erreger wird von den Tieren über kontaminierten Boden oder kontaminiertes Wasser aufgenommen.

4 Pathogenese

Der Erreger wird oral aufgenommen. Bei Schafen ist auch das Eindringen über Wunden der äußeren Haut beschrieben. Durch kleinste Verletzungen dringt der Erreger über das Darmepithel in den Körper ein und breitet sich lymphogen und hämatogen aus. Durch verschiedene Toxine und Enzyme schädigt Clostridium chauvoei die Muskelzellen. Hierbei wird Gas gebildet.

5 Symptome

Typisches Symptom sind die bei Palpation knisternden Gasödeme in der Muskulatur. Hinzu kommen hohes Fieber und gestörtes Allgemeinbefinden. Die betroffenen Muskelareale sind geschwollen.

6 Therapie

Zu Beginn der Krankheit können in Einzelfällen Therapieversuche mit chirurgischer Öffnung betroffener Muskelareale und Antibiotika Applikation unternommen werden. Dies sollte aber nur in begründeten Fällen (z.B. wertvolle Zuchttiere) durchgeführt werden, da die Prognose insgesamt sehr schlecht ist und die Krankheit meist letal verläuft.

7 Prophylaxe

Zur aktiven Immunisierung in gefährdeten Gebieten stehen verschiedene Impfstoffe zur Verfügung.

8 rechtlicher Hintergrund

Es handelt sich um eine anzeigepflichtige Tierseuche. Die Schlachtung erkrankter Tiere ist wegen der Gefahr der Erregerausbreitung verboten. In Deutschland gilt die Verordnung zum Schutz gegen den Milzbrand und den Rauschbrand vom 23.05.1991 in der jeweils geltenden Fassung.

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