Daraxonrasib
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LoslegenSynonym: RMC-6236
Englisch: daraxonrasib
Definition
Daraxonrasib ist ein experimenteller Pan-RAS-Inhibitor, der zur Behandlung RAS-mutierter solider Tumoren entwickelt wird.
Wirkmechanismus
Daraxonrasib hemmt zahlreiche RAS-Mutationen (z.B. KRAS G12D, G12V, G12R) sowie Wildtyp-RAS im GTP-gebundenen, aktiven Zustand. Es handelt sich um einen multi-selektiven Tri-Komplex-Inhibitor. Der Wirkstoff bindet gemeinsam mit Cyclophilin A (CypA) an aktives, GTP-beladenes RAS. Er verhindert dadurch die Interaktion von RAS mit nachgeschalteten Effektoren (insbesondere RAF). In der Folge kommt es zu einer Hemmung der Signaltransduktion über den MAPK-Signalweg, der für Zellproliferation, Differenzierung und Überleben von Tumorzellen von zentraler Bedeutung ist.
Dadurch, dass Daraxonrasib an die GTP-beladene Form von RAS bindet, kann es auch Tumorzellen erfassen, die gegenüber früheren RAS-Inhibitoren weniger empfindlich sind.
Klinische Studien
Daraxonrasib befindet sich in klinischer Entwicklung in folgenden Indikationen:
- Pankreasadenokarzinom
- Nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom
- Kolorektales Karzinom
- weitere RAS-mutierte solide Tumoren
Die bislang wichtigsten Wirksamkeitsdaten stammen aus der Phase-III-Studie RASolute 302 bei vorbehandeltem metastasiertem Pankreasadenokarzinom (mPDAC). Daraxonrasib verlängerte das mediane Gesamtüberleben von 6,7 auf 13,2 Monate. Das Mortalitätsrisiko war gegenüber der Standardchemotherapie um 60 % reduziert (Hazard Ratio 0,40).[1][1]
Nebenwirkungen
Die bisher publizierten Studien beschreiben insgesamt ein günstiges Sicherheitsprofil. Schwere therapiebedingte Nebenwirkungen scheinen seltener aufzutreten als unter den Vergleichschemotherapien. Häufig berichtet wurden:
Zulassung
Daraxonrasib ist bislang (2026) nicht zugelassen. Der Wirkstoff erhielt 2025 durch die FDA die Breakthrough Therapy Designation für bestimmte Formen des metastasierten Pankreaskarzinoms.
Quellen
- ↑ O'Reilly et al., Daraxonrasib or Chemotherapy in Previously Treated Metastatic Pancreatic Cancer, NEJM, 2026