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Pulmonalklappe

Synonyme: Valva trunci pulmonalis, Pulmonalisklappe
Englisch: pulmonary valve, pulmonary semilunar valve

1 Definition

Die Pulmonalklappe ist eine von vier Herzklappen. Sie befindet sich am Übergang des Conus arteriosus in den Truncus pulmonalis (Lungenschlagadern) und verhindert einen diastolischen Rückfluss von Blut aus dem Truncus pulmonalis in den rechten Ventrikel.

2 Anatomie

Die Pulmonalklappe ist aus drei halbmondförmigen Taschen (Semilunarklappe) aufgebaut. Man unterscheidet eine rechte, linke und vordere Klappentasche (Valvula semilunaris dextra, sinistra und anterior). Die Taschen sind zum Herzen hin eingebuchtet und können sich daher füllen. Am freien Ende jeder Klappentasche befindet sich ein Knötchen (Nodulus valvulae semilunaris), umrahmt von einem halbmondförmigen Klappenhäutchen (Lunula valvulae semilunaris).

3 Physiologie

Während der Herzaktion pumpt der rechte Ventrikel in der Systole durch Kontraktion Blut in den Truncus pulmonalis hinein. Solange der Druck im rechten Ventrikel den Druck im Truncus pulmonalis übertrifft, findet kein Rückfluss von Blut in den rechten Ventrikel statt.

Bei Erschlaffung des rechten Ventrikels während der Diastole unterschreitet der Druck im rechten Ventrikel den im Truncus pulmonalis vorherrschenden Druck. Bei korrekter Funktion der Klappe füllen sich die Klappentaschen, legen sich dicht aneinander und bewirken einen Verschluss. Der Rückfluss wird unterbunden.

Die Pulmonalisklappe hat einen der Aortenklappe analogen Aufbau. Jedoch ist die Pulmonalklappe aufgrund der niedrigeren Druckverhältnisse nicht so hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt und daher dünner und kleiner als die Aortenklappe.

Der Schluss der Pulmonalisklappe ist synchron zum Schluss der Aortenklappe. Bei der Auskultation ist der Schluss der Taschenklappen als 2. Herzton hörbar.

4 Pathologie

Eine in den meisten Fällen kongenitale Verengung der Pulmonalklappe wird als Pulmonalstenose bezeichnet. Sie steigert die Druckbelastung des rechten Ventrikels. Eine Erweiterung bzw. Auflockerung der Pulmonalklappe wird als Pulmonalinsuffizienz bezeichnet und steigert die Volumenbelastung des rechten Ventrikels. Beide Veränderungen führen zu einer Rechtsherzhypertrophie.

Die Pulmonalatresie ist eine angeborene Fehlbildung des Herzens. Im Rahmen der Fehlbildung ist die Pulmonalklappe mitbetroffen.

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Fachgebiete: Brusteingeweide

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