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Pridinol

Handelsnamen: Myopridin®, Myditin®, Myoson® (außer Handel)

1 Definition

Der Wirkstoff Pridinol ist ein zentral wirksames Muskelrelaxans aus der Gruppe der Muskarinrezeptor-Antagonisten.

2 Wirkungsweise

Pridinol bindet an muskarinische Acetylcholinrezeptoren im ZNS. Die Wirkung soll auf einer Blockade der Reizweiterleitung von WDR-Neuronen zu Alpha-Motoneuronen beruhen.

3 Indikationen

Der Wirkstoff wird sowohl als Notfallmedikament, als auch zur Therapie über einen längeren Zeitraum verwendet. Mögliche Indikationen sind:

  • zentrale und periphere Muskelspasmen
  • Prophylaxe und Therapie nächtlicher Beinkrämpfe
  • Torticollis spasticus
  • tendomuskuläre hypertonische Kontraktur bei arthrotischen Gelenken
  • statisch, traumatisch und postoperativ bedingte Muskelspasmen
  • Vorbereitung und Unterstützung physikalisch-therapeutischer Maßnahmen

4 Nebenwirkungen

Unter Pridinol kann es zu Mundtrockenheit, Abnahme der Schweißsekretion mit Wärmestau, Hautrötung, Blutdruckabfall, Sehstörungen, Tachykardie, Miktionsstörungen sowie zur Auslösung eines Glaukomanfalls bei vorbestehendem Engwinkelglaukom kommen.

Diese Seite wurde zuletzt am 11. Oktober 2016 um 11:33 Uhr bearbeitet.

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