Postenzephalitisches Syndrom
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Synonym: postenzephalitisches Parkinson-Syndrom
Englisch: post-encephalitic syndrome
Definition
Das postenzephalitische Syndrom bezeichnet eine anhaltenden neurologisch-psychiatrischen Symptomenkomplex im Anschluss an eine virale oder bakterielle Enzephalitis.[1]
- ICD-10: F07.1 — Postenzephalitisches Syndrom und G21.3 Postenzephalitisches Parkinson-Syndrom
Hintergrund
Der Begriff wird uneinheitlich verwendet. Einige Autoren verwenden ihn im Zusammenhang mit neurologischen Symptomen nach einer Encephalitis lethargica (europäische Schlafkrankheit).[2] Treten überwiegend parkinsonähnliche Symptome wie Rigor, Tremor und Gangstörungen auf, wird auch vom postenzephalitischen Parkinson-Syndrom gesprochen.[3] Allerdings unterscheidet die ICD-10 formal zwischen beiden Krankheitsbildern. Einheitliche Diagnosekriterien existieren bisher (2026) nicht.
Symptome
Das klinische Bild ist variabel. Häufig bestehen kognitive Einschränkungen mit Störungen von Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Exekutivfunktionen. Psychiatrische Symptome umfassen Depression, Angststörungen, Persönlichkeitsveränderungen und Psychosen.[4] Neurologisch können Epilepsie, Parkinsonismus, Ataxie oder fokale Paresen auftreten. Auch chronische Fatigue und Schlafstörungen sind möglich.
Quellen
- ↑ Remschmidt, H.: Psychische Störungen im Zusammenhang mit zerebralen Schädigungen. Kinder- und Jugenpsychiatrie, Stuttgart, Thieme, 2008
- ↑ Psychrembel: Postenzephalitisches Syndrom, zuletzt abgerufen am 30.01.2026
- ↑ C. Allan: Awakenings. In: BMJ. 334, 2007
- ↑ Briceno et al.: Postencephalitic syndrome with immune-mediated psychosis in an adult with meningitis due to Streptococcus pneumoniae: A case report. IDCases, 2024