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Papillae fungiformes

Synonym: Pilzpapillen
Englisch: fungiform papilla

1 Definition

Als Papillae fungiformes bezeichnet man die pilzförmigen Strukturen der Zungenschleimhaut, die für die Geschmackswahrnehmung verantwortlich sind. Sie gehören zu den Papillae gustatoriae.

2 Histologie

Papillae fungiformes kommen in den anterioren 2/3 des Zungenrückens vor dem Sulcus terminalis vor. Sie stellen mit einer Anzahl von etwa 200-400 Einheiten den größten Teil der Geschmackspapillen. Die Papillae fungiformes sind unregelmäßig zwischen den Fadenpapillen (Papillae filiformes) versprengt, treten aber im Bereich der Zungenspitze und im Randbereich des Zungenrückens gehäuft auf. Ihre Dichte ist interindividuell sehr unterschiedlich.

Bei den Papillae fungiformes handelt es sich um breite und runde Gewebestrukturen, die einen annähernd pilzförmigen Querschnitt haben. Über dem bindegewebigen Grundstock der Lamina propria liegt ein mehrschichtiges, unverhorntes Plattenepithel, das apikal etwa 1–5 Geschmacksknospen trägt.

Die Innervation der Papillae fungiformes erfolgt durch Fasern des Nervus facialis, die über die Chorda tympani und den Nervus lingualis zu den Papillen gelangen.

3 Funktion

Die Papillae fungiformes sind verantwortlich für die Geschmackswahrnehmung und können verschiedene Geschmacksqualitäten (süß, sauer, salzig) wahrnehmen.

Fachgebiete: Histologie

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