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PAH-Clearance

Synonym: Paraaminohippursäure-Clearance

1 Definition

Die PAH-Clearance wird zur Ermittlung des renalen Plasmaflusses (RPF) bestimmt. Aus renalem Plasmafluss und dem Hämatokrit lässt sich der renale Blutfluss errechnen.

2 Physiologie

Paraaminohippursäure wird in der Niere sowohl filtriert, als auch sezerniert. Die Sekretion läuft mit hoher Affinität ab, weshalb bei niedrigen Plasmakonzentrationen - wenn der Transportprozess noch nicht gesättigt ist - die gesamte die Niere passierende Paraaminohippursäure ausgeschieden wird. Die PAH-Clearance ist dann äquivalent zum renalen Plasmafluss. Ist die Plasmakonzentration von PAH zu hoch, so ist der Zusammenhang nicht mehr proportional, da der Transport gesättigt ist.

3 Rerenzbereich

Die PAH-Clearance eines gesunden Erwachsenen liegt zwischen 550 und 720 ml/min/1,73 m2.

4 Berechnung

Die Ausscheidung der p-Aminohippursäure (PAH) erfolgt durch glomeruläre Filtration (20-30 %) und tubuläre Sekretion (70 %). Sie errechnet sich nach der Formel:

CPAH = UPAH * V/ PPAH

mit

Etwa 90 % der p-Aminohippursäure werden durch die Nieren über den Urin ausgeschieden. Um den renalen Plasmafluss (RPF) zu berechnen, muss die PAH-Clearance durch 0,9 geteilt werden. Zusammen mit dem Hämatokrit (Hkt) errechnet sich der renale Blutfluss dann nach

RBF = RPF/(1-Hkt)

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