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Os metacarpale (Veterinärmedizin)

Synonyme: Mittelhandknochen, Metakarpalknochen

1 Definition

Die Ossa metacarpalia bilden die knöcherne Grundlage des Metakarpus der Haussäugetiere. Sie können mit den Ossa metacarpalia der Menschen gleichgesetzt werden.

2 Anatomie

Die Ossa metacarpalia bilden in Summe den Metakarpus (Mittelhand). Dieser wird bei fünfstrahligen Tieren aus den fünf Ossa metacarpalia gebildet. Die einzelnen Mittelhandknochen sind unterschiedlich stark ausgeprägt und werden von medial nach lateral wie folgt benannt:

Knochen: Synonyme:  Lage:
Os metacarpale primum Mc I, Os metacarpale I liegt distal des Os carpale primum
Os metacarpale secundum Mc II, Os metacarpale II liegt distal des Os carpale secundum und tertium
Os metacarpale tertium Mc III, Os metacarpale III liegt distal des Os carpale secundum
Os metacarpale tertium et quartum Mc III+IV, Os metacarpale II + III Verschmelzung aus Mc III und Mc IV und nur beim Wiederkäuer ausgebildet
Os metacarpale quartum Mc IV, Os metacarpale IV liegt distal des Os carpale tertium und Os carpale quartum
Os metacarpale quintum Mc V, Os metacarpale V liegt distal des Os metacarpale IV

2.1 Knochenanzahl

Je nachdem, welche Tierart betrachtet wird, sind unterschiedlich viele Ossa metacarpalia ausgebildet.

Tierart: Anzahl: Ausprägung:
Fleischfresser: Mcc I-V alle fünf Metakarpalknochen sind zehentragend; Mcc III+IV sind am längsten ausgebildet
Pferd: Mcc II-IV Mc III ist am längsten ausgebildet und zehentragend; Mc III ist dorsalflächig gewölbt und palmarflächig flach und ist im Querschnitt oval; Mc II und Mc IV werden als Griffelbeine bezeichnet
Wiederkäuer: Mcc III-V Mcc III+IV sind am längsten ausgebildet und zu einem einheitlichen, im Querschnitt ovalen Röhrenknochen, verschmolzen; Mcc III+IV ist dorsalflächig gewölbt und palmarflächig eben und zehentragend
Schwein: Mcc II-V Mcc III+IV sind am längsten ausgebildet
1. Basis 4. Trochlea 7. Sulcus longitudinalis dorsalis
2. Corpus 5. Sagittalkamm 8. Capita
3. Caput 6. Tuberositas ossis metacarpalis 9. Incisura intercapitalis

2.2 Oberflächenrelief

Alle Metakarpalknochen weisen eine Basis, einen Corpus und ein Caput auf.

Abschnitt: Morphologie:
Basis: trägt proximal eine Facies articularis um mit den distal liegenden Knochen in gelenkige Verbindung zu treten; trägt medial und lateral ebenfalls eine Facies articularis für die umgegenden Metakarpalknochen; besitzt medial und lateral je einen Bandhöcker
Corpus: besitzt eine Facies dorsalis und palmaris; weist einen Margo medialis und lateralis auf
Caput: trägt distal die Facies articularis um mit der Phalanx proximalis in gelenkige Verbindung zu treten; besitzt medial und lateral je einen Bandhöcker und eine Bandgrube

3 Literatur

  • Messner, Patrick, Renkin, Maria. Anatomie des aktiven & passiven Bewegungsapparates der Haussäugetiere. Band I (Osteologie). Vienna Academic Press, 2016

Diese Seite wurde zuletzt am 16. Januar 2021 um 13:28 Uhr bearbeitet.

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