Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Mood food

1 Definition

Unter Mood food versteht man Nahrungsmittel, die Einfluss auf die Stimmung eines Menschen nehmen können.

2 Physiologie

Mood Food soll vor allem durch den Neurotransmitter Serotonin wirken. In höheren Konzentrationen kann Serotonin die Stimmung eines Menschen ausgleichen, in niedrigen Konzentrationen kann es die Laune eines Menschen verschlechtern und u.U. sogar depressive Verstimmungen auslösen. Serotonin findet sich vor allem in Bananen und Schokolade, jedoch sind die Wirkungen von Schokolade indirekt, denn das in ihr enthaltene Serotonin kann die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden.

Möchte man die Konzentration von Serotonin steigern, muss man die Konzentration von Verbindungen, aus denen Serotonin synthetisiert wird, erhöhen. Substrat für die Serotoninsynthese ist die essentielle Aminosäure Tryptophan, welches sich vor allem in proteinhaltiger Nahrung wie Fisch und auch Milchprodukten befindet.

Eine Mahlzeit, die nur durch einen hohen Gehalt an Proteinen gekennzeichnet ist, vermag aber alleine noch keine Erhöhung des Serotoninspiegels bewirken, denn das aufgenommene Typtophan konkurriert an der Blut-Hirn-Schranke mit anderen Aminosäuren um die Aufnahme ins Gehirn.

Um die Lage des Tryptophans zu verbessern, sollten zusätzlich noch Kohlenhydrate aufgenommen werden, denn diese bewirken die vermehrte Synthese von Insulin in der Bauchspeicheldrüse. Aus der erhöhten Insulinkonzentration im Blut resultiert die vermehrte Aufnahme von Aminosäuren in andere Zellen des Körpers, so dass die Aufnahme des Tryptophans in das Gehirn erleichtert wird.

3 Formen

3.1 Schokolade

Da Schokolade sehr viel Zucker und Lipide enthält, soll sie die Serotoninbildung im Gehirn fördern. Darüber hinaus löst sie bei vielen Menschen eine Belohnungsreaktion im Gehirn aus, die im Extremfall jedoch auch zur Schokoladensucht führen kann. Der in der Schokolade enthaltene Kakao enthält darüber hinaus Arachidonylethanolamid, ein sogenanntes Anandamid, dem Cannabis-ähnliche Wirkungen nachgesagt werden.

3.2 Scharfe Nahrungsmittel

Auch scharfe Gerichte haben einen Einfluss auf die Stimmung des Menschen. Vor allem Chilis und Peperonis enthalten Capsaicin, das nach der Aufnahme dieser Nahrungsmittel ein brennendes Gefühl auf der Zunge auslöst. Dies führt dazu, dass der Körper vermehrt Endorphine ausschüttet, die zu einem Glücksgefühl führen können.

3.3 Saure Nahrungsmittel

Saure Nahrungsmittel können indirekt zu einer verbesserten Stimmungslage führen, denn Menschen, die in ein saures Nahrungsmittel beißen, ziehen oft eine Grimasse, die andere Menschen und auch die betroffene Person zum Lachen bringen kann.

3.4 Fasten

Positive Wirkung auf die Stimmung eines Menschen hat ebenfalls das Fasten, denn durch Fasten verlaufen viele Stoffwechselprozesse langsamer. Dies führt dazu, dass das Serotonin viel länger im Gehirn verbleibt und sich aus diesem Grund Menschen, die fasten, häufig sehr ausgeglichen fühlen.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

3 Wertungen (2.67 ø)

5.456 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: