Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Meclozin

Handelsnamen: Postadoxin u.a.

1 Definition

Meclozin ist ein H1-Rezeptor-Antagonist und Antihistaminikum, das als Antiemetikum eingesetzt wird, seit 2007 jedoch nicht mehr auf dem deutschen Markt ist. In anderen Ländern wird der Arzneistoff allerdings noch vertrieben.

2 Indikationen

Vor allem Übelkeit (Reiseübelkeit) und Erbrechen, insbesondere während der Schwangerschaft stellen geeignete Indikationen zur Verschreibung von Meclozin dar. Es wird als sicheres Medikament gesehen, so dass Meclozin zu den Mitteln der ersten Wahl gehört bei der Behandlung des Schwangerschaftserbrechens.

3 Allgemeines

Die Plasmahalbwertszeit von Meclozin beträgt im Durchschnitt ungefähr sechs Stunden. Der Arzneistoff wird hepatisch metabolisiert.

4 Wirkmechanismus

Als kompetitiver Antagonist verdrängt Meclozin Histamin von den H1-Rezeptoren, so dass diese nicht mehr aktiviert werden können. Dadurch wirkt es nicht nur antiallergisch, sondern auch antiemetisch, da in der Area postrema auch H1-Rezeptoren vorliegen und durch das Binden von Histamin normalerweise ein Brechreiz ausgelöst wird. Die zentrale Wirkung von H1-Antagonisten der 1. Generation, zu denen Meclozin gehört, resultiert in einer Sedation, was Antihistaminika der 2. Generation nicht bewirken. Die hohe Affinität an Muscarinrezeptoren erklärt die zusätzliche anticholinerge Wirkung.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Fachgebiete: Arzneimittel

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

5 Wertungen (4 ø)

13.185 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: