Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Lipaemia retinalis

Englisch: lipemia retinalis

1 Definition

Als Lipaemia retinalis wird eine seltene milchig-weißliche Verfärbung der retinalen Gefäße am Augenhintergrund bei Hypertriglyceridämie bezeichnet.

2 Ätiologie

Die Lipaemia retinalis entsteht durch eine Hypertriglyzeridämie (Serumtriglyzeridwerte über 1.000 mg/dl) im Rahmen einer Hyperlipoproteinämie Typ 1, 3, 4 oder 5 (nach Fredrickson). Die Triglyzeride führen zu einer Streuung des Lichts während der Fundoskopie.

3 Klinik

Die Lipaemia retinalis beeinflusst typischerweise weder den Visus noch verursacht sie weitere Symptome. Jedoch kann sie mit Gefäßokklusionen und/oder retinaler Ischämie assoziiert sein.

4 Diagnostik

In der Fundoskopie zeigt sich die Lipaemia retinalis durch milchig-weiße Verfärbung der dünnen peripheren Gefäße, später sind auch die Gefäße am posterioren Pol betroffen. Im Endstadium nimmt der Augenhintergrund eine lachsfarbene Verfärbung an.

Die Lipaemia retinalis wird durch den typischen Befund der Fundoskopie bei Vorliegen einer Hypertriglyzeridämie diagnostiziert. Anschließend sollte die Ursache der Hyperlipoproteinämie evaluiert (z.B. Lipoproteinlipasemangel) und nach weiteren klinischen Manifestationen gesucht werden (z.B. eruptive Xanthome).

5 Differenzialdiagnosen

6 Therapie

Die Lipaemia retinalis selbst muss nicht behandelt werden, jedoch der zugrundeliegende Ursache.

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

1 Wertungen (4 ø)

24 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2020 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: