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Laktation

Englisch: lactation

1 Definition

Als Laktation bezeichnet man die Bildung und Sekretion der Muttermilch in den weiblichen Brustdrüsen.

2 Physiologie

Die Laktation umfasst verschiedene physiologische Prozesse, die vom Schwangerschaftsbeginn bis zur Stillphase reichen.

  • Während der Laktogenese proliferiert das Drüsengewebe durch den Einfluss der Hormone Östrogen, Progesteron, HPL und Prolaktin. Der Fett- und Bindegewebesanteil in der Mamma nimmt in der Folge ab. Dieser Prozess beginnt bereits in dem 2. Schwangerschaftsmonat.
  • Während der Galaktogenese ab dem 8. Schwangerschaftsmonat beginnt die Produktion der Muttermilch mit der Bildung der Vormilch (Kolostrum). Verantwortlich dafür ist Prolaktin, dessen Konzentration mit Voranschreiten der Schwangerschaft immer weiter ansteigt. Die Bildung der vollen Muttermilch beginnt erst nach der Geburt, wenn auch die Plazenta geboren wurde (Nachgeburt). Progesteron, das von der Plazenta gebildet wird, besetzt vorher die Prolaktinrezeptoren und inhibiert dadurch den sogenannten Milcheinschuss.
  • Während der Galaktopoese wird die Milchbildung und -sekretion aufrechterhalten. Maßgeblich dafür ist die Interaktion zwischen Mutter und Kind, was die Laktationsreflexe auslöst.

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Fachgebiete: Geburtshilfe, Physiologie

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