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Kopfschmerz-Trigger

Synonym: Kopfschmerz-Auslöser

1 Definition

Als Kopfschmerz-Trigger bezeichnet man Auslöser von Kopfschmerzen, vor allem von Cluster-Kopfschmerzen.

2 Hintergrund

Cluster-Kopfschmerzen können durch eine Vielzahl von Triggern ausgelöst werden. Zu den wichtigsten Triggern zählen Umweltreize und Nahrungsmittel bzw. Nahrungsmittelzusätze. Einige Substanzen bzw. Nahrungsmittel sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.

  • Cave: Nicht alle der nachfolgend aufgeführten Substanzen lösen zwingend Kopfschmerzen aus. Die individuelle Reaktion des Betroffenen kann sehr unterschiedlich sein. Bei der Bewertung der Liste sollte man beachten, dass es wenig systematische klinische Studien zu diesem Thema gibt und die Bewertung von Nahrungsmitteln häufig aufgrund individueller Beobachtungen erfolgt (Erfahrungsmedizin). Die Auflistung kann aber im konkreten Einzelfall Anhaltspunkte für die Ursachensuche bieten.

3 Nahrungsmittel

3.1 Getränke

  • Alkohol - besonders Rotwein mit hohen Werten von Tyramin und Histamin
  • Cola
  • Zitrusgetränke

3.2 Obst und Gemüse

Tyraminhaltiges Obst bzw. Gemüse wie:

  • Bananen
  • Tomaten und Tomatenmark
  • Trauben oder getrocknete Trauben (Rosinen etc.)
  • Pflaumen und Feigen (besonders Trockenprodukte)
  • Ananas
  • Avocado
  • Auberginen
  • Bohnen
  • Zitrusfrüchte
  • Nüsse und Nussprodukte (z.B. Erdnüsse)

3.3 Milchprodukte

  • Käse (vor allem gelber und älterer, gelagerter Käse)
  • Schnittkäse (enthält oft Nitrate)
  • Joghurt
  • Buttermilch
  • saure Sahne
  • Schokolade

3.4 Deklarationspflichtige Lebensmittelzusätze

  • Natriumlactat (E 325)
  • Kaliumlactat (E 326)
  • Calciumlactat (E 327)
  • Zitronensäure (E 330)
  • Adipinsäure (E 355)
  • Natriumadipat (E 356)
  • Kaliumadipat (E 357)
  • Bernsteinsäure (E 363)
  • Kaliumchlorid (E 508)
  • Calciumchlorid (E 509)
  • Magnesiumchlorid (E 511)
  • Glutaminsäure (E 620)
  • Mononatriumglutamat (E 621)
  • Monokaliumglutamat (E 622)
  • Calciumdiglutamat (E 623)
  • Monoammoniumglutamat (E 624)
  • Magnesiumdiglutamat (E 625)
  • Guanylsäure (E 626)
  • Dinatriumguanylat (E 627)
  • Dikaliumguanylat (E 628)
  • Calciumguanylat (E 629)
  • Inosinsäure (E 630)
  • Dinatriuminosinat (E 631)
  • Dikaliuminosinat (E 632)
  • Dicalciuminosinat (E 633)
  • Calcium-5-ribonucleotid (E 634)
  • Dinatrium-5-ribonucleotid (E 635)
  • Glycin (E 640)
  • Thaumatin (E 957)

3.5 Gewürze und Saucen

  • Chili und Pfeffer (enthält Capsaicin)
  • Gewürzzubereitungen mit Inhaltsstoffen unter D.
  • Eukalyptus (in Hustenbonbons und -säften oder als Duftöl)
  • Soyasauce
  • Teriyaki-Sauce

3.6 Fisch und Fischprodukte

  • Fisch und Fischprodukte enthalten Tyramin. Dieses ist vor allem bei Fischzubereitungen mit dem typischen "Fischgeruch" zu beachten, der durch Trimethylamin bzw. Triethylamin hervorgerufen wird. Ebenso können geräucherte oder eingelegte oder marinierte Fischprodukte Attacken auslösen.

4 Weitere Trigger

4.1 Medikamente

4.2 Außenreize

  • Bildgebende Geräte wie Fernseher, Monitore etc. mit geringer Wiederholfrequenz (also ältere Geräte)
  • laute, "basslastige" Musik
  • flackerndes Licht durch Kerzen, Konzert- und Diskothekenbeleuchtung
  • Lichtreflexe durch Sonnenlicht (z.B. bei Autofahrten durch Alleen)
  • intensive Gerüche, z. B. Parfum

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