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Kollagen-I-Telopeptid

1 Definition

Beim Kollagen-I-Telopeptid handelt es sich um einen Marker für den Knochenstoffwechsel, insbesondere für die Aktivität der Osteoklasten. Er ist jedoch nicht knochenspezifisch, da das Kollagen-I-Telopeptid auch in Haut, Bindegewebe und Knorpel vorkommt.

2 Indikation

Die Messung des Kollagen-I-Telopeptid im Urin ist zum Nachweis eines erhöhten Knochenabbaus indiziert. Zudem kann das Kollagen-I-Telopeptid zur Therapie- und Verlaufskontrolle von Erkrankungen mit erhöhter Knochenresorption (z.B. Morbus Paget, Knochentumoren, Osteoporose mit hohem Turnover) herangezogen werden.

3 Material

Für die Diagnostik werden 10 ml Urin benötigt.

4 Interpretation

Erhöhte Werte können auf Folgendes hindeuten:

5 Hinweis

Der Bestimmung von Desoxypyridinolin (DPD) sollte als Parameter für den Knochenabbau immer der Vorzug gegeben werden. Die folgende Tabelle zeigt beide Laborwerte im direkten Vergleich:

DPD-Bestimmung Telopeptid-Bestimmung
knochenspezifisch nicht knochenspezifisch (Vorkommen auch in Haut, Bindegeweben und Knorpel)
gut evaluiert klinisch weniger evaluiert
geringere Schwankungen in Spontanurinproben Verstärkte Schwankungen bei Spontanurinproben
keine Tagesrhythmik über die Tagesrhythmik liegen keine ausreichenden Informationen vor
als Verlaufsparameter bei Therapien geeignet Angaben über klinischen Sensitivität bezüglich einer Änderungen der Knochenresorptionsrate unter verschiedenen Therapieformen fehlen

6 Quellen

Laborlexikon.de; abgerufen am 16.03.2021

Fachgebiete: Labormedizin

Diese Seite wurde zuletzt am 16. März 2021 um 17:59 Uhr bearbeitet.

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