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Klonogener Zelltod

1 Definition

Als klonogener Zelltod wird der Verlust der Teilungsfähigkeit einer Zelle bezeichnet. Bedeutsam ist dies vor allem in der Strahlenbiologie oder Onkologie, worauf in diesem Artikel auch besonders Augenmerk gelegt wird.

Man unterscheidet: Mitosetod, Interphasetod, Differenzierung, (Nekrose)

2 Mitosetod

  • Zellen sterben direkt ab, wenn nicht verbleiben diese morphologisch und metabolisch intakt
  • Oft durchlaufen sie 1-2 Mitosen und sterben dann, bevor die Zellen wegen des Verlustes an genetischem Material (azentrische Fragmente) und dem daraus resultierenden Mangel an essentiellen Proteinen ihre Proliferation einstellen.
  • oft auch unmittelbar durch Chromosomenabberationen (Anaphasebrücke) , die diese an der Teilung hindert (Mitose-Katastrophe)
  • Mitosetod ist auch für die meisten Tumoren und normalen Geweben relevant.

3 Interphasetod

  • Synonym: Apoptose
  • Bereits vor der Mitose ohne jegliche Teilung durch ein frühes Apoptoseprogramm
  • Mechanismen: Lymphozyten, Speicheldrüsenzellen, Anteilen intestinaler Kryptenzellen, aber auch bei bösartigen Erkrankungen

4 Differenzierung

  • Die Spezialisierung einer Zelle kann durch Bestrahlung beschleunigt oder induziert werden.
  • Es entstehendabei aus klonogenen Zellen entweder ohne jegliche Teilung oder danach schließen sich nur wenigen Teilungen an
  • Zum Beispiel: terminale Funktionszellen, die keine Kolonien mehr bilden. Beispiel sind Fibroblasten mit der Folge von radiogenen Fibrosen

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