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Kernsackfaser

1 Definition

Kernsackfasern gehören zu den intrafusalen Fasern. Sie sind Proportionalsensoren und treten in Muskelspindeln auf. Sie werden von Aα-Nervenfasern (Typ-1A-Fasern) und Aβ-Nervenfasern (Typ-2-Fasern) umschlungen.

2 Funktion

Man unterscheidet statische und dynamische Kernsackfasern.

Statische Kernsackfasern haben die gleiche Funktion wie Kernkettenfasern, nämlich das Messen der absoluten Länge des Muskels. Sie unterscheiden sich von letzteren nur durch die Anordnung der Perikarien.

Dynamische Kernsackfasern nehmen die relative Längenänderung der Muskelfaser wahr. Damit dies sowohl in kontrahiertem als auch im gestreckten Zustand funktioniert, wird die dynamische Kernsackfaser kontinuierlich "nachgespannt". Dazu werden in der Ausgangsposition kontinuierlich Aktionspotentiale über 1a-Afferenzen ausgelöst. Wird der Muskel anschließend kontrahiert, verlangsamt sich die Frequenz der Aktionspotentiale, oder sie hören ganz auf. γ-Motoneurone stellen die Sensibilität der Kernsackfasern ein.

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