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Isoxazolin

1 Definition

Isoxazoline sind zyklische organische Verbindungen, deren Derivate als Arzneimittel Einsatz finden.

2 Klassifizierung

Isoxazolin-Derivate werden in der Veterinärmedizin als Antiparasitika verwendet. Aufgrund ihrer insektiziden und akariziden Eigenschaften finden sie vor allem als Ektoparasitika Verwendung.

3 Arzneimittel

Bekannte Isoxazolin-Derivate sind:

4 Anwendungsform

Isoxazolin-Derivate werden meist oral verabreicht, sodass eine systemische Wirkung erzielt wird.

Wirkstoff Intervall insektizider WE* akarizider WE <8 LW*
<2 kgKG*
trächtig,
laktierend
Fluralaner 12 Wochen ca. 8 Std.* ca. 12. Std. KI* ja
Afoxolaner monatlich ca. 8 Std. ca. 48 Std. cave* cave
Sarolaner monatlich ca. 8 Std. ca. 12 Std. cave cave
Lotilaner monatlich ca. 4 Std. ca. 48 Std. cave cave
WK = Wirkeintritt, LW = Lebenswochen, kgKG = Kilogramm Körpergewicht, Std. = Stunde,
KI = Kontraindikation, cave = Vorsicht

5 Wirkmechanismus

Isoxazolin-Derivate inhibieren Liganden (GABA, Glutamat), die für die Regulierung von Chloridkanälen in Arthropoden zuständig sind. Durch einen Ausfall des ligandengesteuerten inhibitorischen Chlorid-Einstroms tritt eine unkontrollierte ZNS-Aktivität ein, die letztendlich zum Tod der Parasiten führt.

Da Isoxazolin-Derivate Fraßgifte sind, ist eine Übertragung infektiöser parasitärer Krankheiten nicht ausgeschlossen!

6 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

Als mögliche Nebenwirkungen werden gastrointestinale Störungen, Lethargie und Pruritus beschrieben.

Diese Seite wurde zuletzt am 14. Mai 2019 um 06:50 Uhr bearbeitet.

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