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Hydatidentorsion

1 Definition

Die Hydatidentorsion ist eine Torsion von Hoden- bzw. Nebenhodenanhangsgebilden. Durch die Torsion der Appendix testis (Morgagni-Hydatide) oder des Appendix epididymidis (Giraldi-Organ) kommt es zur Ischämie der Hydatide.

2 Pathogenese

Hydatiden sind Restgebilde des in der Embryonalzeit bestehenden Müller-Ganges. Sie verbleiben nach Geburt als gestielte Anhangsgebilde des Hodens. Auslöser für eine Torsion sind häufig nicht genau auszumachen, ausgiebige körperliche Aktivität oder kleinere Traumata sind als häufigere Auslöser anzunehmen.

Infolge der torsionsbedingten Ischämie kommt es zur Nekrose der Hydatiden. Unbehandelt kann der Verlauf in einer Sepsis enden.

3 Symptomatik

Die Hydatidentorsion führt zu Schmerzen in typischer Lokalisation. Die Hydatiden sind bei der Palpation druckschmerzhaft. Häufig findet sich begleitend zur Hydatidentorsion eine Hydrozele.

4 Diagnostik

Die Verdachtsdiagnose ist klinisch zu stellen. Die Druckschmerzhaftigkeit der torquierten Hydatide ist ein wichtiger Hinweis. Unter Umständen ist mit einer Diaphanoskopie ein knotiges Gebilde nachzuweisen. In der Sonographie lassen sich Hydatiden als hyperdense Strukturen darstellen.

5 Therapie

Eine Hydatidentorsion tritt unter dem Aspekt des akuten Skrotums auf. Daher findet meistens eine operative Freilegung des Hodens mit nachfolgender Resektion der Hydatide Anwendung. Bei sicherer Diagnose einer Hydatidentorsion können auch konservative Maßnahmen (Kühlung, NSAR) zur erfolgreichen Heilung führen.

Fachgebiete: Urologie

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