Herzindex
Englisch: cardiac index (CI)
Definition
Der Herzindex, kurz HI, ist ein hämodynamischer Parameter zur Beurteilung der kardialen Pumpfunktion unter Berücksichtigung der Körperoberfläche. Er entspricht dem auf die Körperoberfläche (KOF) normierten Herzzeitvolumen (HZV). Die Angabe erfolgt in Liter pro Minute und Quadratmeter (L/min/m²).
Hintergrund
Das Herzzeitvolumen beschreibt das pro Minute ausgeworfene Blutvolumen. Da das HZV von Körpergröße und Körpermasse abhängt, erlaubt die Indexierung auf die Körperoberfläche eine vergleichbare Beurteilung zwischen Individuen.
Der Herzindex dient der Quantifizierung der systemischen Organperfusion im Verhältnis zur metabolischen Körperanforderung. Veränderungen spiegeln eine verminderte oder gesteigerte kardiale Förderleistung wider.
Berechnung
Messung
Die Bestimmung erfolgt invasiv mittels Thermodilution über einen Pulmonalarterienkatheter oder transpulmonal. Nichtinvasive Verfahren umfassen Echokardiographie, Impedanzkardiographie oder Pulskonturanalyse.
Referenzbereich
Der Herzindex liegt unter Ruhebedingungen typischerweise bei 2,5–4,0 L/min/m².
Interpretation
Ein Herzindex < 2,2 L/min/m² ist mit einer relevanten Minderperfusion vereinbar und findet sich bei kardiogenem Schock. Erhöhte Werte treten bei hyperdynamen Kreislaufzuständen, Fieber oder Sepsis auf.
Abgrenzung
Der Herzindex ist nicht identisch mit druckbasierten Parametern wie dem mittleren arteriellen Blutdruck oder dem pulmonalkapillären Verschlussdruck.