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Hassall-Körperchen

nach dem englischen Arzt Arthur Hill Hassall (1817-1894)
Synonyme: Corpuscula thymica, Corpuscula thymi
Englisch: Hassall's corpuscles, thymic corpuscles

1 Definition

Bei den Hassall-Körperchen handelt es sich um rundliche Zellaggregate im Gewebe des normalen Thymus, die aus epithelialen Retikulumzellen bestehen.

2 Histologie

Hassall-Körperchen finden sich in der HE-Färbung als rundliche, eosinophile Zellgruppen überwiegend im Thymusmark. Sie setzen sich aus zwiebelschalenartig angeordneten Retikulumzellen zusammen, die zum Zentrum des Hassall-Körperchens hin zystisch degenerieren und sich dort als Zelldetritus ansammeln. Vereinzelt können Mikroverkalkungen vorkommen.

Die Anzahl der Hassall-Körperchen steigt bis zur Pubertät an, danach verschwinden sie im Rahmen der Thymusinvolution. Im retrosternalen Fettkörper sind sie nicht mehr nachweisbar.

3 Physiologie

Die Funktion der Hassall-Körperchen ist bislang (2018) nicht geklärt. Ihre Zellen sind ektodermaler Herkunft und durchlaufen eine ähnliche Differenzierung wie Epidermiszellen. Hassall-Körperchen produzieren eine große Menge des Zytokins TSLP. Daher spielen sie möglicherweise eine Rolle bei der Reifung von T-Lymphozyten.

Fachgebiete: Histologie

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